Benzins Motorradseiten Erlebnisse mit dem Motorrad

29. Mai 2009

2009. 05. 21./22. – Südliches Österreich/Karnische Alpen/Glockner – 905km in 2 Tagen

Filed under: Touren und Ausflüge in Österreich — Benzin @ 21:01

Donnerstag – 21. Mai: Amstetten – B121 Waidhofen/Ybbs – Weyer – B115 Altenmarkt – B117 Buchauer Sattel 861m – Admont – L713 Kaiserau 1103m – Trieben – B114 Hohentauern 1274m – Möderbrugg – Pöls – B114a St.Georgen ob Judenburg – B96 Scheifling – Murau – B97 Predlitz – B95 Turracher Höhe1783mNockalm Straße (Maut) – Schiestlscharte 2024m – Eisentalhöhe 2042m – Kremsbrücke – B99 Gmünd – Malta Tal – Kölnbreinsperre 1933m (Maut) – Gmünd – Trebesing – L10 + L11 Liesenhofen – Lurnfeld – B100 Greifenburg – B87 Kreuzbergsattel 1074m – Weißbriach – Hermagor – B111 Tröpolach – B90 Naßfeld/Passo di Pramollo 1552m (Grenze A/I) – Pontebba Richtung Passo del Cason di Lanza [Lawine] – PontebbaSella di Cereschiatis 1066mMoggio – Tolmezzo – 52a Paluzza – Plöckenpaß (Passo di Monte Croce Carnico)1357m – B110 Kötschach/Mauten – Oberdrauburg

Freitag – 22. Mai: Oberdrauburg – B100 Kölsach – B107 Iselsberg 1118m – Winklern – Döllach Heiligenblut – Großglockner Hochalpenstraße (Maut) – Kaiser Franz Josefs Höhe 2369m – Edelweißspitze 2571m – Bruck an der Glocknerstraße – B311 Taxenbach – St.Johann im Pongau – L163 Wagrain – Radstadt – B146 Schladming – Liezen – B146 – B117 Buchauer Sattel 861m – B115 Altenmarkt – B121 Weyer Amstetten

Streckenlänge der Tour: 905km

Der Abstecher nach Friaul oder Ein Königreich für eine Schaufel am Passo del Cason di Lanza

20090521_22_friaul_xjr026 Am Dienstag saß ich gemütlich mit einer Freundin plaudernd im Garten, als das Telefon läutet. Der Werner war am Apparat und fragte, ob ich für eine Tour Zeit hätte. „Ja, bis einschließlich Freitag hab ich Zeit. Wo soll´s den hingehen?“ Er hätte sich als Ziele die Nockalmstraße und den Großglockner vorgenommen, was mir zusagte. Mir kam dabei in den Sinn, wir könnten die Tour ja locker bis in die Dolomiten verlängern, was dem Werner ein fragendes „Ist das nicht ein wenig weit?“ entlockte. Ach was, das ist doch nicht so weit, antwortete ich da noch, ohne die Strecke wirklich im Kopf zu haben.

„Ok, fahren wir. Donnerstag um 7 Uhr bei dir“, war seine Antwort. So sollte es sein. Recht schnell hatte ich aber herausgefunden, dass sich die Nockalm und der Glockner nur durch eine Gewalttour mit den Dolos verbinden lassen, und ich überlegte eine andere Strecke. Warum nicht einen Abstecher ins Italienische Friaul anhängen? Schnell stand die Route mit Hilfe der Straßenkarte, dann war entspannen angesagt in freudiger Erwartung auf die Tour.

Donnerstag, 21. Mai:20090521_22_friaul_xjr001

Um 6:30 Uhr riß mich das Telefon aus den Träumen. Der Werner meinte, ich könne ruhig länger schlafen, er fahre gerade auf die Autobahn [Motorrad im Ford Transit – Bild rechts]. Es werde noch ein Weilchen dauern. Schön, dachte ich, da hätte ich noch ein Weilchen schlafen können, wenn das Telefon nicht geläutet hätte. Ich konnte schon einige Tage nicht recht schlafen – nicht nur, weil ich Nachtschicht hatte – und hatte gerade so 5 Stunden Schlaf hinter mir. Recht unentspannt trotte ich ins Bad, um mich zu erfrischen, dann Frühstück und eine Morgenzigarette. Gegen 7:15 Uhr brummte der Transit daher, gegen 7:45 oder so waren die Motorräder beladen und es konnte losgehen.

Recht flott hatten wir das Ennstal erreicht und den Buchauer Sattel überwunden, dann rauschten wir die engen Kurven der Kaiserau hoch und Trieben entgegen. Bild links unten: Rastplatz hoch über Trieben

20090521_22_friaul_xjr002 Als wir beim kleinen Aussichtsplatz in der Rechtskehre hoch über Trieben zu einer Rast hielten, war schon eine kleine Gruppe Motorradfahrer anwesend, die ebenfalls pausierten. Das konnte man tatsächlich eine stilvolle Rast nennen! Die Herren packten Speck, Brotlaibe, Essbesteck, Senf, Gurckenglas und Bier aus ihren Gummikühen und hielten ein Dinner vom feinsten. Einfach Klasse. Sie hätten uns sogar eingeladen, aber hungrig waren wir eigentlich nicht, Bier am Morgen bringt Kummer und Sorgen – zumindest beim Motorradfahren – und außerdem hatten wir noch ein ganzes Stück zu unserem ersten Tagesziel. Also dankend abgelehnt und weiter ging die Fahrt.

Kurzweilig verging die Fahrt über die neue, schön angelegte und kurvenreiche Straße nach 20090521_22_friaul_xjr003 Hohentauern hoch und runter nach Möderbrugg, dann die Abkürzung auf der unglaublich kuppenreichen Querspange von Pöls nach St. Georgen genommen und vorsichtig –diese Strecke ist normal recht scharf überwacht – über Murau nach Predlitz. Hier, endlich, der erste Kaffee des Tages. Genau an der Kreuzung zur Turracher Höhe liegt diese Gaststätte, mit großem Parkplatz und einem schönen Gastgarten. Wie geschaffen für einen gemütliche Rast, bevor der Wirbel los geht. Bild rechts: Feudale Jause der BMW Fahrer beim Rastplatz

20090521_22_friaul_xjr004 Nach der Rast, bei der ich, ganz untypisch, auch eine Gulaschsuppe genussvoll verdrückte, ging der Wirbel, wie erwartet, los. Ich liebe die Strecke entlang des Turrach Baches, die im zeitweise recht engem Tal kurvenreich, aber niemals tückisch, der Turracher Höhe entgegen zieht. Wir ließen es ganz flott laufen und waren rasch oben. Vor einem Monat war ich mit der FZR oben und es herrschte noch reger Skibetrieb. Heute war von Skifahrern nichts mehr zu sehen, die zahlreichen Leute saßen vielmehr in der warmen Sonne und genossen die Aussicht. Bild links: Turracher Höhe

Nach der steilen Abfahrt auf der Südrampe bogen wir recht zur Nockalmstraße ab und genossen 20090521_22_friaul_xjr013 die Fahrt durch und über die unbewachsenen Nockberge. Diese Straße ist immer ein recht seltsamer Kompromiss. Eigentlich verführen die zahlreichen Kurven zum Heizen, aber – es handelt sich um eine mautpflichtige Privatstraße – die durchgehende 70km/h Begrenzung, die vielen Touristen, die Wanderer und die Möglichkeit, dem Motorradtourismus durch Raserei keinen guten Dienst zu leisten, gemahnen zur Gelassenheit. Lieber die Gegend bewundern und pomale fahren, als ärgere Restriktionen gegenüber Kradfahrer riskieren, lautet die Devise. Wirkliche Heizereien gibt’s dort tatsächlich nicht – gottlob. Nachts herrscht auch Fahrverbot für Motorräder. Wohl, um Privatrennen zu unterbinden. Die teilweise hohen Geschwindigkeiten, die dort möglich wären, hätten bei einem Unfall auch katastrophale Folgen, denn Mangel an tödlichen Felsen herrscht nicht. Ein Paradebeispiel von Gelassenheit war der grauhaarige Fahrer einer Hayabusa, der seinen Boliden dermaßen gemütlich über die Nochalm nudelte, dass wir, trotz häufiger Stopps und einer Kaffeepause auf der Eisentalhöhe, schneller waren als er, der nirgends stehen blieb. Das nenne man Ruhe und Gelassenheit. Eine Bandana schützte die Stirn vor der Sonne, die Sonnenbrille vervollständigte das coole Outfit. Rechts: Die Nockberge

20090521_22_friaul_xjr019 Aber auch die Nockalmstraße hat ein Ende. Am westlichen Ende angelangt, erreicht man rasch Gmünd und den Eingang ins Malta Tal. In Gmünd könnte man sich das Porsche Museum anschauen, denn hier nahm der Siegeszug der – heute Deutschen – Sportwagenmarke seinen Anfang. Hier nimmt aber auch die Zufahrt zur Kölnbreinsperre ihren Anfang, unserem nächsten Zielpunkt. Wieder ist eine Gebühr für die Benützung der Strasse (aber erst weit drinnen im Tal, bei der Auffahrt) zu entrichten, dann darf man sich in höhere Gefilde begeben. Ich tat das, nachdem wir an der Ampel vor einer Engstelle halten mussten, dieses Mal ohne Helm. Den schnallte ich hinten auf den Gepäckträger und ließ mir den Wind um die Nase wehen. Ein herrliches Gefühl! Für eventuelle Moserer und Sicherheitsfanatiker hätte ich ja das Götz Zitat parat gehabt, aber außer etwas geringschätzigen Blicken manch anderer Verkehrsteilnehmer blieben mir belehrende Kommentare erspart. Bild links: Blick auf die Kölnbreinsperre von unten

Das Malte Tal geizt nicht mit Naturschönheiten. Weiter herunten wimmelt es fast von Wasserfällen, 20090521_22_friaul_xjr029 die sich steile Felswände hinunterstürzen, weiter oben, wo der Ausblick weiter wird, warten die – jetzt noch schneebedeckten – Berge und, natürlich, der Stausee darauf, bewundert zu werden. Bewunderung ist auch der richtige Ausdruck, denn als wir oben ankamen, spiegelten sich die Berge im spiegelglatten Wasser des noch teilweise zugefrorenen Stausees, dessen Wasserspiegel allerdings so niedrig war, wie ich es noch nie gesehen hatte. Ich hab keine Ahnung, warum so viel Wasser abgelassen wurde – die 200m hohe Staumauer ragte nackt aus dem Wasser empor – aber ich fand den Anblick überwältigend. Bild rechts: Stausee der Maltatal Sperre – die Staumauer ragt weit aus dem Wasser.

20090521_22_friaul_xjr105 Wir folgten der Schotterstraße neben dem Stausee bis zu einem Parkplatz nahe einer Gaststätte, von wo aus viele Wanderer ihre Touren starten, stellten die Motorräder ab und legten uns auf einem kleinen Felsplateau in die warme Sonne. Herrlich, dieses Panorama! Erst etwa eine Stunde später, nachdem sich Werner eine Jause genehmigt hatte, brachen wir wieder auf, um nach Gmünd zurück zu fahren. Links: Werner in Fahrt

Ab Gmünd wollte ich nicht der breiten Bundesstraße bis Spital an der Drau folgen, sondern wählte 20090521_22_friaul_xjr030 einen „Abschneider“, der uns, so Gott will, bis Lendorf an der B100 bringen sollte. Schon nach wenigen Kilometern erinnerte mich diese Straße an die Umleitung, die wir letztes Jahr in Italien auf dem Weg in die Schweiz nehmen mussten. Eng, kurvenreich, bergauf und bergab einem Hang entlang, so führte dieser Pfad durch manches kleine Bergdorf tatsächlich zur besagten Hauptstraße, wie ich es mir vorgenommen hatte. Ganz einfach war es allerdings nicht, denn Wegweiser sind oft etwas verwirrend angebracht und die angeschriebenen Ortsnamen stehen auf keiner Straßenkarte. Rechts: Bei St.Lorenzen im Gitschtal/Kärnten

Von Greifenburg führt die B87 zum Weißensee (der etwas abgelegen liegt) und über den Kreuzberg, der auf unserer Strecke lag. Fahrerisch wäre diese Bergstrecke sehr interessant, allerdings wurde sie neu asphaltiert – es ist mehr oder weniger eine kilometerlange Baustelle – und nicht recht Vertrauen erweckend. Man weiß nie genau, ob nicht Teile auf der Baustelle herumliegen könnten.

Endlich hatten wir die Zufahrt zum Nassfeld und zu den Karnischen Alpen, der Grenze Österreichs zu Italien, erreicht, als uns eine Hinweistafel den Spaß verderben wollte – GESPERRT.

So ein Käse! Nach einer kurzen Beratung wollen wir wenigstens so weit fahren, wie es ging. Wir könnten ja jederzeit umkehren.

20090521_22_friaul_xjr032 Allerdings kamen mir bald Zweifel von wegen Sperre, den wir überholten Autos mit Italienischen Kennzeichen, die Richtung Italien fuhren, und aus entgegengesetzter Richtung begegneten uns mehrere Motorradfahrer. Vor allem hab ich hier den Irren auf seiner silbernen Gummikuh in Erinnerung, der mir in einer unübersichtlichen Linkskurve auf MEINER Seite entgegen kam! Seine Kollegen hatten es alle geschafft, bei gleichem Tempo auf ihrer Seite zu bleiben, nur er musste abkürzen. Voll bewusst natürlich, denn Kurven schneiden passiert nicht einfach so! Kann es tatsächlich Zufall sein, dass die letzten 10 Motorräder, die mir auf meiner Straßenseite entgegen kamen, ausnahmslos GS aus dem Gummikuhwerk in Berlin waren, oder steckt da etwas anderes dahinter? Mir scheint, auf diesen Dingern sitzen übermäßig viele Lebensmüde, oder………..ach, ich lass das lieber………20090521_22_friaul_xjr036

Oben, inmitten der Berge angekommen, wusste ich dann, warum es hier „Nassfeld“ heißt. Es ist naß hier. Zumindest im malerisch gelegenen See war es naß, denn Regen war weit und breit nicht in Sicht. Wieder überkam mich beim Anblick dieser „Grenze“ ein eigenartiges Gefühl. Hier schoben Zöllner und Polizisten Dienst, kontrollierten Fahrzeuge, öffneten Gepäckstücke, stellten Fragen und man musste, gegebenenfalls, ellenlange Formulare ausfüllen, wie an jeder Grenze. Heute stehen nur mehr die ein wenig verwahrlosten Gebäude herum, es gibt keine Kontrollen mehr. Auch hier ist ein Stück von Menschen gezogene Grenze verschwunden. Hoffentlich für immer! Rechts und links unten: Passo di Pramollo/Friaul

20090521_22_friaul_xjr037 Jetzt wussten wir auch, warum uns Fahrzeuge entgegen kamen. Ein Teil der Sperre war einfach beiseite geräumt worden, und so war kein Grund mehr, nicht zu fahren. So einfach ist das. Sofort nach den ersten Metern auf Italienischem Boden merkten wir, dass wir Österreich verlassen hatten. Die Straße, hier heißt es „Passo di Pramollo“, war nun bedeutend schlechter, schmaler, steiler, einfach Italienischer. Eng und kurvenreich windet sich das Sträßchen ins Tal hinunter, teilweise zur einen Seite von hohen Felswänden begrenzt, dafür auf der anderen Seite durch einen – allerdings gesicherten – Abgrund. Schnell fahren wollte ich dort lieber nicht, denn erstens kannte ich die Strecke nicht und wollte ja so viel wie möglich davon sehen, zweitens war recht viel Sand auf dem holprigen Asphalt, und drittens wussten wir ja nicht, ob nicht doch noch eine Überraschung in Form einer gewaltigen Baustelle hinter einer unübersichtlichen Ecke auf uns lauerte. Allerdings schienen die kleinen Baustellen weit oben der einzige Grund für die Sperre gewesen zu sein.

Ob in Italien auch Christi Himmelfahrt gefeiert wird, das weiß ich nicht, aber Arbeiter war jedenfalls keiner an den Baustellen zu sehen. 20090521_22_friaul_xjr038

Bis Pontebba begleiteten wir einen wild aussehenden Bach, dann, unmittelbar vor Pontebba, gabelte sich die Straße und gab uns ein kleines Rätsel auf. Der Ort, vor dem wir standen und irgendetwas mit Aupa war angeschrieben, aber der Lanzenpass (oder Passo del Cason di Lanza), zu dem wir wollten, nicht. Man hat jedoch nicht viele Möglichkeiten, sich zu verirren, und so hatten wir den rechten Pfad rasch gefunden. Zuerst rechts, dann sofort wieder links zum T. Pontebbana (ehemalig Pontafler Bach, als Friaul noch von Österreich besetzt war…öhömmm…….), der uns weite Teile unmittelbar neben der Straße, oder besser gesagt, neben dem asphaltiertem Pfad, begleitete. Sehr eng zieht sich die Straße hier langsam immer höher hinauf in den Wald hinein, wird immer miserabler und weist an einigen Stellen Niveaudifferenzen von bis zu (geschätzt) 15 – 20cm auf. Die Fahrbahn ist stellenweise einfach abgebrochen, und wurde – wie es scheint – nie repariert. Rechts: Irgendwo bei Pontebba

Abgebrochen wurde nach einer scharfen Rechtskurve auch unsere Fahrt.

Ich folgte eben dem Werner in gemütlichem Abstand – einmal fuhr der vorne, einmal der, ganz nach Lust und Laune – und kam ums besagte Eck………ach du Scheiße! „Das war´s dann“, sagte ich zu Werner durchs geöffnete Visier und stellte den Motor ab. Auch er hatte schon die FZR abgestellt und stapfte zum Schlamassel, das sich vor uns befand. Die Straße war weg! Links unten: Zufahrt zum Lanzenpass

20090521_22_friaul_xjr040 Nein, nicht einfach verschwunden wie durch ein schwarzes Loch! Etwa 20m fehlten, waren nicht befahrbar, weil der Ausläufer einer Lawine sie unter hartem Schnee begraben hatte. Zur Linken zog sich eine etwa 150 – 200m tiefe Schneise in den Graben hinunter, alles mit hartem Schnee verpappt, und drüben lagen Baumstümpfe, Äste und Trümmer des Eisengeländers herum, wie es die Lawine hinterlassen hatte. Nur ein schmaler Fußpfad führte auf die andere Seite, mit zwei Brettern ausgelegt. Möglicherweise waren hier schon Motorradfahrer drübergefahren, den Fußspuren auf der Böschung nach zu urteilen, allerdings hatten die bestimmt nicht Slick ähnliche 180er Reifen hinten drauf, sondern eher schmale und gut profilierte Hufe, wie auf einer GS zum Beispiel. So bereift wäre das ohne viel Mühe zu schaffen gewesen, aber mit den dicken Straßenhufen ausgestattet sah ich ein katastrophales Bild vor Augen, wenn hier etwas schief ginge. Der kleinste Ausrutscher mit den Reifen würde den unweigerlichen Absturz des Motorrades zur Folge haben, denn ugt 280kg (mit Benzin und Tankrucksack) wären mit Sicherheit nicht mehr unter Kontrolle zu bringen auf diesem harten Untergrund, sie würde unweigerlich den Hang hinunter rutschen und sich in ihre Bestandteile auflösen. Ich hatte nicht die geringste Lust, hier, in dieser Einschicht, meine schöne XJR zu vernichten!

Werner stocherte mit einer gefundenen Eisenstange im Schnee herum und meinte, wir könnten versuchen, eine nach der Böschung geneigte Rinne zu 20090521_22_friaul_xjr042 buddeln, in der sich die Reifen halten könnten. Aber mehr als dieses Überbleibsel der Lawine hatten wir nicht als Werkzeug und würden hier wohl Stunden herumscharren, nur um dann trotzdem angefressen aufzugeben und umzukehren.

Wenn wir doch nur einen Spaten hätten, dann wäre alles anders. Das Problem war nämlich nicht die Fahrt hinüber, aus unserer Richtung gesehen. Das wäre noch zu verantworten gewesen, denn es ging hier kurz ein wenig steiler hoch und dann flacher auslaufend zur anderen Seite. Bilder rechts und links unten: Nichts geht mehr

Wenn jedoch, was zu befürchten war, noch einmal die Straße blockiert wäre, und zwar unpassierbar, dann hätten wir ein Problem, denn in die Richtung zurück kämen wir mit den breiten Straßenreifen ganz bestimmt nicht mehr. Zu lang wäre die Rampe aufwärts gegangen und die Reifen würden keinerlei Halt auf dem harten Schnee finden. Rumps, und unsere Kisten würden unten im Graben liegen.

20090521_22_friaul_xjr045 Verdammte Kacke, verdammte……!!!!! Ein Königreich für eine Schaufel!

Mit Hilfe eines Spaten oder einer Schaufel hätten wir locker in 30min das kurze Stück so weit hergerichtet, dass wir gefahrlos – für die Motorräder – den Lawinenkegel hätten queren können. Wir hatten aber nichts! In Österreich wäre dieser Schneehaufen schon längst von der Straße weggeräumt worden, aber hier war das anders. Hier konnte man fahren, wenn die Straße frei war, hier mußte man aber nicht fahren. So war scheinbar die Einstellung der Italiener. Was Gott durch eine Lawine getrennt hat, soll der Mensch nicht mit einer Schaufel verbinden! Rechts unten: Dordolla im Val d´ Aupa

Nun, wir haben uns eben abgefunden, dass hier die Fahrt entlang der Österreichisch – 20090521_22_friaul_xjr046 Italienischen Grenze, inmitten der Karnischen Alpen, über den Lanzenpaß zu Ende war, haben umgedreht und sind nach Pontebba zurückgekehrt. Was nun, war die Frage? Zurück über das Nassfeld nach Österreich? Dazu hatte ich überhaupt keine Lust, allerdings gab es ein paar kleine Bedenken anzumerken. Wir hatten die Möglichkeit, über die 1066m hohe Sella di Cereschiatis und durchs Val d´ Aupa nach Moggio Udinese und von dort Richtung Westen nach Tolmezzo zu gelangen, von wo aus wir gemütlich der 52a entlang den Plöckenpaß nach Österreich zurück überqueren könnten. So hatte ich mir das jedenfalls als Ausweichlösung vorgestellt. Da war nur ein Problem. Die Kilometeranzeige am Tacho sagte, dass in Werners FZR noch Benzin für ca. 50km vorhanden war, und die Gegend kannten wir nicht, wussten nicht, wie groß die Ortschaften sein würden, ob es irgendwo eine Tankstelle geben würde und wenn, ob sie offen hätte oder ob wenigstens ein Tankautomat vorzufinden wäre. Allerdings hatte ich bestimmt noch Sprit für gut 150km im Tank, so könnten wir zu Not teilen, um dann gemeinsam irgendwo liegen zu bleiben, oder so. Aber ich war recht zuversichtlich, dass wir eine offene Tankstelle finden würden, also fuhren wir los.

20090521_22_friaul_xjr048 Klar hatte ich leichter lachen, mir würde das Benzin ja nicht ausgehen. Allerdings war die Sorge umsonst, denn nach der – recht schönen – Fahrt durch diese abgelegene Gegend fanden wir in Moggio (Modscho, ganz weich gesprochen) gleich eine Tankstelle und füllten die Fässer bis zum Rand und mussten nur darauf achten, das Richtige einzufüllen. Viel konnte man sich allerdings nicht irren, denn es gab nur Diesel oder Benzin. Qualität oder Oktanzahl unbekannt, er sollte aber von Agip gewesen sein. Nachdem ich plombierte Zähne hab und auch schon einmal in Italien stilles Mineralwasser kaufte, wusste, oder ahnte ich, dass der Hahn mit der Aufschrift „senza biombo“ oder so bleifreies Benzin sein könnte, den bleifreien Diesel wird es ja wohl nicht geben. Sicherheitshalber roch ich noch am Zapfhahn, bevor ich auf den Auslöser drückte. Aber es war in Ordnung. Das Grinsen der jungen Leute, die sich an der Tankstelle aufhielten, deutete ich als Zustimmung. Bild links: Im Val d´ Aupa

Nun hatten wir wieder genug Benzin, dafür aber kein Zimmer und es wurde immer später. Gegen 19:00 Uhr war es schon und wir hatten noch ein gutes Stück zurückzulegen, wir wollten ja in Österreich übernachten und nächsten Tag zum Glockner fahren. Also zogen wir auf einer Schnellstraße (Autobahn wird es wohl nicht gewesen sein, sonst hätten wir – vermutlich – ja Maut bezahlen müssen) nach Tolmezzo und über Paluzza die Karnische Dolomitenstraße entlang zum Plöckenpaß.

Die Gegend ist landschaftlich sehr schön, wenn mich auch, vor allem drüben bei Pontebba, die Häuser und alles drum herum an eine eher kärgliche, arme 20090521_22_friaul_xjr200 Gegend denken lassen. Zumindest hatte ich so den Eindruck. Gigantisch sind dort nur die Flussbette, in denen jedoch nur ein – und jetzt sind wir schon wieder bei diesem Ausdruck – kärgliches Wässerchen dahin floss. Mich würde wirklich interessieren, warum diese Flussbetten dermaßen gewaltige Ausmaße – die Donau ist von der Breite her gesehen ein Rinnsal dagegen! – haben, denn die Berge dort sind keineswegs höher als unsere, ergo kann auch im Frühling nicht um so viel mehr Schmelzwasser anfallen. Allerdings sind diese gewaltigen Flussbetten sichtlich nicht tief, was der Grund für die enorme Breite sein dürfte. Wäre es anders, müssten ja die Donau und der Inn ein vielfaches ihrer Breite haben, denn die Tiroler Berge sind ja auch nicht ganz ohne! Bild rechts (Quelle des Bildes): Südrampe des Blöckenpass mit den Galerien und Kehrentunnel – Originalbild aus dem Internet – in der Quelle verlinkt!

20090521_22_friaul_xjr052 Den Blöckenpaß war ich, wie das Nassfeld, ebenfalls noch nie gefahren und deshalb auch recht begeistert. Dass die Auffahrt kurvenreich ist, sieht man schon an der Straßenkarte, aber die zahlreichen Kehrentunnels, die übereinander geschichtet von unten schön zu sehen sind, die schauen einfach toll aus. So etwas hab ich bisher noch nirgends gesehen. Hier begann es auch leicht zu tröpfeln, und je höher wir kamen, desto mehr verdichteten sich die schwarzen Wolken am Himmel. Es wurde immer dunkler, nicht nur von der hereinbrechenden Dämmerung. Auf der Passhöhe nutzten wir schon die Überdachung der alten, nun unbenutzten Grenz und Zollstation, um die Regenkleidung anzuziehen, dann tauchen wir in die Tunnels der nördlichen Abfahrt ein.

Komisch, aber diese Tunnel schützten uns vor dem ganzen Regen, denn am Ende dieser 20090521_22_friaul_xjr053betonierten Überdachungen – etwas anderes sind sie ja nicht – war der Regenzauber wieder vorbei, nur mehr die Straße war naß. Wieder umziehen wollten wir uns allerdings auch nicht, denn diese Regenkleidung schützte jetzt unsere Lederkombis vor dem Dreck der nassen Straßen.

Etwa gegen 20:00 Uhr erreichten wir Kötschach/Mauten und hatten nicht die geringste Chance, ein Zimmer zu ergattern. Alles voll mit Motorradfahrer, Radausflüglern und sonstigen Touristen, die den Fenstertag als verlängertes Wochenende nutzen wollten, wie wir. Eine Wirtin dachte zwar, sie wüsste noch eine freie Herberge und holte für uns telefonisch Auskunft ein, aber nix da. Wer so spät kommt, den straft das Leben! Bild rechts: Zimmer im Gasthof zur Post – Oberdrauburg Bild links: Blick aus dem Zimmerfenster

20090521_22_friaul_xjr054 Ich wollte schon einen Hunderter auf die Theke schmeißen, um zu zeigen, dass wir Geld dabei hatten, denn durch die dreckige Regenkombis hätte man uns ja eventuell für Strauchdiebe halten können, aber es war wirklich alles voll belegt. Klasse. Wunderbare Gegend rund um uns herum, zahlreiche Motorradfahrer aus Österreich, Deutschland und er Schweiz – viele davon saßen im Gastgarten und ließen sich ein Bier schmecken – die alle schon ein Zimmer hatten. Nur wir beide waren noch auf Herbergssuche, wie ähnlich Josef und Maria vor über 2000 Jahren, fiel mir dazu ein. Wir mussten uns allerdings keinen Stall mit Tieren teilen, wir fanden auf der nördlichen Seite des Gailbergsattels, in Oberdrauburg ein Quartier. Am Sattel hatte man uns zwar auch weitergeschickt, weil kein Platz mehr war, aber wenigstens erhielten wir den Hinweis, dass unten in der Ortschaft noch etwas frei sein könnte. Also wieder recht unbestimmt, aber Hoffnung bestand. Tatsächlich, mitten im Ort, im Gasthof zur Post (in der Tat unweit des Postamtes gelegen) wurden uns zwei Zimmer zugeteilt, die zusammen 4 Betten und ein gemeinsames Bad/WC aufwiesen. Diese nette Unterkunft sollte pro Nase bloß 26Euronen kosten. Hätte ich nicht erwartet, da war ich auf ganz andere Preise gefasst.

Wir zwängten uns durch die am Dorfplatz befindliche Baustelle – scheinbar wird die Ortsmitte mit Kopfsteinpflaster verschönert und alles hergerichtet – umrundeten auf den aufgerissenen Dorfstraßen den recht großen Bau und konnten auf der Rückseite unsere Motorräder in eine geräumige Garage abstellen, wo auch schon einige andere Kräder nächtigten. Im äußerst gemütlich eingerichteten Gasthof sättigten wir uns dann an ausgezeichnet zubereiteten Speisen und begaben uns zur Nachtruhe. So gesehen, war es trotz der Lawine am Lanzenpass ein recht schöner Tag geworden.

Freitag – 22. Mai:

20090521_22_friaul_xjr056 In einer Postautobus Haltestelle hätte ich nicht schlechter schlafen können! Nein, weder das Bett noch sonst etwas in der Unterkunft, schon gar nicht das Abendessen, waren Schuld daran. Ich hatte noch immer eine stink Wut wegen der Lawine und das wir umkehren mussten. Zumindest bis Mitternacht hatte ich immer wieder überlegt, ob wir unsere Motorräder nicht doch über das Schneefeld hinüber gebracht hätten, ohne sie im Abgrund zu versenken. Immer wieder war ich zum gleichen Schluss gekommen. Ja, es wäre möglich gewesen! Es wäre allerdings auch möglich gewesen, dass jetzt, heute um diese Zeit, meine XJR dort oben im Graben gelegen wäre, abgerutscht am harten Schnee und zu einem Klump deformiert, zu diesem Schluss war ich ebenfalls gekommen. Ego völlig sinnlos, diese Überlegungen, aber ich konnte nicht anders. Nach einem Frühstücksbuffet beluden wir wieder die Motorräder und zogen zeitig dem Glockner entgegen. 20090521_22_friaul_xjr063

Schon der Iselsberg ist ganz nett zu fahren, aber die Zufahrt zum höchsten Berg Österreichs, hier vom Süden kommend, ist schon ein herrliches Erlebnis. Bei der Abfahrt nach Winklern tut sich ein großartiger Ausblick in die Hohen Tauern auf und genau vor uns, hinter der Ortschaft, ragte ein unglaublich spitz wirkender Berg auf. Das förderte die Freude auf das Hauptziel des Tages enorm. Schnell hatten wir Heiligenblut (1301m) hinter uns gelassen, schnell war die Maut bezahlt und beschwingt kurvten wir hoch zur Franz Josefs Höhe auf 2369m Höhe. Wobei ich nicht sagen kann, ob das am obersten Parkdeck oder am Parkplatz, wo wir unsere Motorräder abgestellt hatten, gemessen wurde. Ist aber auch egal. Wir hatten zwar nicht ganz zum äußersten Ende der Straße fahren können, eine Baustelle verhinderte dies, aber auch von unserem Standpunkt hatten wir einen schönen Ausblick. Der Großglockner selbst versteckte seinen 3798m hoch gelegenen Gipfel allerdings hinter einer Dunstwolke, nur seine steilen Flanken waren zu sehen.

20090521_22_friaul_xjr081 Die Fahrt rüber zur Salzburger Seite, die grob geschätzte 20km lange ist und am Scheitelpunkt der Strecke durch einen Feldtunnel, das 2503m hoch gelegene Hochtor führt, war, wie immer, ein Genuß. Jedoch ist der Schnee in den letzten beiden Wochen – ich war ja schon mit dem Horst aus München hier gewesen – deutlich weniger geworden! Die Schneewände waren beträchtlich zusammengeschmolzen und am Hochtor gab es nichts mehr, dass den Ausblick in die Landschaft verhindert hätte, so wie das noch 14 Tage zuvor der Fall war, als wir noch auf die Schneehaufen raufklettern mussten, um eine Rundschau zu halten. Nichts desto trotzt war die Landschaft begeisternd, wie immer. Aber das sagte ich ja schon. Egal, wie oft ich auch dort hin komme, die Begeisterung ist fast immer die gleiche. Bild links: Stausee Margaritze unter dem Pasterzengletscher

Am Fuschertörl (2482m) dann die Überraschung. Schon weiter unten hatte mich Werner einmal 20090521_22_friaul_xjr087_2 gefragt, ob ich auch Regentropfen gespürt hätte. Nein, hatte ich nicht. Jetzt hatten wir es allerdings aber plötzlich eilig, in die Regenkleidung zu kommen, denn jetzt waren die Tropfen nicht mehr zu übersehen. Binnen weniger Minuten schlug das Wetter dermaßen um, dass ich – Werner war schon voraus gefahren, während ich mich noch in die Kleidung zwängte – bei der Anfahrt zur Edelweißspitze die Straße nur mehr schemenhaft im Nebel und dichten Regen wahrnehmen konnte. Ich dachte, das gibt’s nicht. Eben waren wir noch in der Sonne gefahren, nun Nebel und strömender Regen. Klitschnass erreichte ich die höchste Erhebung der gesamten Hochalpenstraße (2571m), ließ mich aber – ich war ja bestens geschützt und nur äußerlich nass – nicht daran hindern, einen Rundgang zu tun und in alle Richtungen zu fotografieren. Trotz des Regens war der Anblick dieses Gebirges märchenhaft, denn der Nebel war genau so schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war. Typisch Hochgebirge eben! In der Edelweißhütte hielten wir Rast bei einem Kaffee, dann tuckerten wir gemütlich weiter, der Mautstation in Ferleiten entgegen, die wir im strahlenden Sonnenschein erreichten. Rechts oben: Ausfahrt aus dem Hochtor

20090521_22_friaul_xjr097 Jetzt folgte eigentlich nur mehr die Heimfahrt, die über die gleiche Route erfolgte, wie alle meine Glocknerfahrten. In Radstatt hielten wir allerdings, um uns der Regenkleidung zu entledigen, denn es war wieder so heiß, dass wir es einfach nicht mehr aushielten. Dort kauften wir uns auch in einem Supermarkt eine kleine Jause und hielten eine weitere kleine Rast, diesmal bei Sonnenschein. Das, je nach Laune, manchmal elend langweilig erscheinende westliche Ennstal erschien mir dieses Mal recht kurzweilig, trotz der noch immer vorhandenen zahlreichen Geschwindigkeitsbeschränkungen und er allgegenwärtigen Überholverbote, das östlich gelegene, wesentlich interessanter zu fahrende Ennstal hatten wir auch flott geschafft und ziemlich genau, wenn ich nicht irre, um 16:15 Uhr standen wir bei mir daheim vor der Garage. Nur einmal, über den Buchauersattel, war die Straße nass. Regen erwischte uns trotz der aufziehenden dunklen Wolken 20090521_22_friaul_xjr106keiner.

Erst als Werner die FZR wieder im Bus verstaut hatte und es ans verabschieden ging, begann es ganz leicht zu regnen. Der Wettergott hatte heute ein Einsehen mit uns gehabt und eine wunderschöne Tour hatte ihr Ende gefunden. Danke, Werner, dass du mich wegen der Tour gefragt hast. War toll!

Bild rechts: Regen am Glockner – Werner (Li.) und Hannes (Re.)

2 Comments »

  1. Wanderung zum Pasterzengletscher am Grossglockner…

    Ich lese häufig Ihr Blog und finde es immer sehr interessant. Dachte, es sei an der Zeit, ich lasse Sie das mal wissen, machen sie weiter mit ihrer großartigen Arbeit…

    Trackback von Bergfreunde — 23. Februar 2011 @ 21:20

  2. Danke schön.

    Kommentar von Benzin — 24. Februar 2011 @ 9:14

  3. Wanderung zum Pasterzengletscher am Grossglockner…

    Ich lese häufig Ihr Blog und finde es immer sehr interessant. Dachte, es sei an der Zeit, ich lasse Sie das mal wissen, machen sie weiter mit ihrer großartigen Arbeit…

    Trackback von Bergfreunde — 23. Februar 2011 @ 21:20

  4. Danke schön.

    Kommentar von Benzin — 24. Februar 2011 @ 9:14

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