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8. Januar 2024

2024. 01. 08. Mostviertel / Gresten / Goganz 743m Rundwanderung

Den Goganz haben wir eigentlich schon lange als eine Art Schlechtwetterwanderung im Visier, allerdings gibt’s bei diesem kleinen Berg ein Problem. Hunde sind dort, zumindest im Sommer, absolut unerwünscht. Am Goganz und in der näheren Umgebung sind viele Weiden und die Bauern haben offenbar mit Hunden schlechte Erfahrungen gemacht. Überall, bis zum Gipfel hinauf, Tafeln, daß es sich hier um Privatbesitz handle, daß das Betreten der Wiesen verboten sei und das Hunde hier unerwünscht und verboten wären. Jetzt, im Winter, steht kein Vieh auf den Weiden, also kann es niemanden stören, wenn wir mit Eddie dort wandern (ich lass ihn ohnehin nie von der Leine) und weil das Wetter grade richtig für den Goganz war, sind wir am frühen Vormittag nach Gresten gefahren und zum Goganz gestartet.

Wetter: -4°C bis -7°C, durchgehend bedeckt und ständiger, leichter Schneefall.
Streckenlänge: 11.4km
Zeit: 4 Std. 30 Min. mit allem Drum und Dran.

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Karte Mostviertel

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Austria Map AEV mit GPS-Track

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GPS-Track auf Mapy.cz

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In der Schmiedgasse in Gresten gibt es einen schönen Parkplatz, der für unser Vorhaben genau richtig gelegen ist. Wir ziehen unsere Bergschuhe und die Gamaschen an, Rucksack auf den Rücken, Eddie an die Leine und um 10:15 Uhr kann es los gehen. Auf zum Goganz!

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Wir gehen über die Hauptstraße zur Oberen Marktstraße und kommen am Haus der Bestattung Unterberger vorbei, an dessen Fassade eine interessante Haus- und Familienchronik hängt. Fast unglaublich, aber diese Familie ist in 26 Jahren 400 Jahre in Gresten unternehmerisch tätig!

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Von der Oberen Marktplatzstraße biegen wir bald in die Gonanzstraße ab und folgen dieser bis zum letzten Bauernhaus unterm Gipfel.

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Meine Schlümpfe

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Rückblick über Gresten

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Blick zu Buchberg 868m und Schwarzenberg 958m (links hinten)

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Der letzte Bauernhof unterm Goganz

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Um zum Gipfelkreuz zu kommen, müssen wir durch diesen engen Schluf zwischen Holzzaun und Stacheldraht gehen. Nur der ist für Wanderer erlaubt. Für den Rest gilt “BETRETEN VERBOTEN!”

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Dort drüben ziehen ein paar Wanderer durch die wunderschöne Winterlandschaft. Wir sind also nicht ganz alleine unterwegs bei diesem Prachtwetter. Es sollen aber die Einzigen bleiben, die wir zu sehen bekommen.

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Gipfel in Sicht

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11:20 Uhr. Goganz 743m

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Tiefblick nach Gresten

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Uns ist zwar nicht kalt, aber ein Schluck Tee aus der Thermosflasche schmeckt bei diesem Wetter hervorragend.

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-6°C sagt meine Wetterstation am Rucksack

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Wir halten uns allerdings nicht lange auf. Der Schnee ist tief, die Strecke unbekannt, wir müssen weiter. Da (in Richtung Osten) geht’s jetzt einmal runter.

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Trotzdem der Schnee so tief ist, hat Eddie kein Problem. Erstens existiert eine schwache Spur der vier Wanderer vor uns und zweitens, noch wichtiger, der Schnee pappt nicht. Es ist kalter, trockener, fast pulvriger Schnee, der sich an Eddie nicht festklebt.

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Da passen wir ja genau richtig her.

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Eine der zahlreichen Viehsperren.

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Wir bewegen uns in einer Märchenwelt.

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Da geht’s lang. Jetzt macht sich das Navi bezahlt. Wege oder Straßen sind hier nicht mehr zu sehen. Das ist alles eine einzige weiße Fläche, nur die Geländeformationen helfen bei der Navigation.

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Wieder queren wir eine Weidefläche

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Waldorf & Statler

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Bis zum Ötscher reicht die Sicht heute leider nicht ganz.

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12:28 Uhr. Blick zum Diensbergsattel mit dem Mostbrunnen.

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Wir müssen weiter. Rückblick zum Diensbergsattel.

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Wir bewegen uns schon einige Zeit in unverspurtem Gelände. Hier springt mein Purzelbär grade über ein Hindernis. Das macht Spaß.

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Die Schneelast drückt schwer auf Bäume und Sträucher

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Kunst aus Schnee und Eis

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Wir sind überm Hof Höhenberg

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Aha…

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Das ist offenbar so eine Art Aussichtspunkt im Sommer.

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August Frühwald, der Mostbaron vom Hof Höhenberg, sagt die allwissende Müllhalde.

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Jetzt folgen wir einer Güterstraße nach unten.

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Von hier aus könnte man im Sommer ohne Kompass und ohne Karte, rein nach den Schildern zurück nach Gresten gehen. Im Winter ist das ein Stück weit nicht so einfach, weil der Schnee so manchen Abschnitt zudeckt.

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Am Foto kaum zu erkennen, ist das ein Blick zur Burg(ruine) Reinsberg rechts am Hügel.

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Des bin i

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Hier machen wir nochmals eine Pause, trinken den Tee aus und essen ein paar Stück Käse, dann wandern wir weiter.

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“Hinterbucha” heißt es hier.

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-6°C

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Von weitem schaut es so aus, als wäre da oben ein Mostbrunnen. Geh ma schauen.

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Ah, da steht’s ja eh.

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Rückblick zur Straße

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War gut, daß wir hier herauf gegangen sind. Wir müssen jetzt nämlich hinterm Mostbrunnen über die Wiese runter nach Gresten, sagt das Navi. Ich hab wieder einmal gar keine Karte von dieser Gegend mit. Nach Gresten ist es jetzt nicht mehr weit.

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Hier ist das Navi wirklich eine große Hilfe. Jeder Pfad oder Feldweg ist zugeschneit. Schaut so aus, als wäre da vorne ein Marterl. Geh ma schauen.

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Auf der Karte (daheim) sieht man, daß dieses Marterl an einem Feldweg liegt. Von diesem Feldweg ist absolut nix zu sehen.

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Da unten müssten wir dann irgendwo auf die Erlaufpromenade treffen.

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Rückblick

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Da hinten ist das Wegkreuz gestanden.

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Blick in Richtung Fa. Welser Profile, dem größten Arbeitgeber der Region.

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Wir sind an der Erlaufpromenade kurz vor Gresten.

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Überquerung der Erlauf …

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… und wir sind an der Hauptstraße in Gresten

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14:44 Uhr. Ein paar Minuten später sind wir am Parkplatz und beim Auto. Viereinhalb Stunden haben wir für unsere Runde gebraucht. Man könnte sie nach Belieben verlängern oder abkürzen, Möglichkeiten wären dafür genug. Der überwiegende Teil unserer Wanderung war auf markierten Wegen (von denen wir nichts wussten). Es gibt hier haufenweise Markierungen, die alle möglichen Wanderwege kennzeichnen. Dazu passend, stelle ich mir vor, wird es wohl auch Wanderkarten geben, mit denen man sich in und um Gresten einige schöne Wandertage machen könnte. Der Goganz bei Gresten wird uns jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wieder sehen. Das liegt nicht am Berg. Aber wo Eddie nicht willkommen ist, da sind auch wir nicht willkommen. Aber ist egal. Wir waren ja oben. Im Winter ist diese Tour wohl ohnehin am schönsten.

1. April 2023

2023. 04. 01. Mostviertel/Spaziergang am Schwarzenberg 958m

Nicht viel Zeit, aber trotzdem Lust, etwas schönes zu unternehmen? Da gibt es im Mostviertel einige Möglichkeiten. Selbst wenn die Wetterlage sehr unklar ist, wie am ersten April, gibt es eine kleine Auswahl für eine rasche Unternehmung. Zum Beispiel der Höhenzug des Schwarzenberg bei Gresten. Wir treffen uns kurz vor 13 Uhr am Hochkogel und fahren bei starker Bewölkung und rund 10°C nach Gresten. Kurz außerhalb von Gresten, in Ybbsbachamt, biegen wir auf die Schwarzenbergstraße ab und fahren bis ganz rauf zum Weidegatter, bei dem der kürzeste und steilste Aufstieg zum Schwarzenberg beginnt und stellen dort das Auto bei einer Ausweichstelle ab.

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Blick vom Neuhofner Hochkogel in Richtung Ötscher.

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13:15 Uhr bei der Ausweichstelle am Südhang des Schwarzenberg. Ich hab mir einen Gürtel mit zwei kleinen Trinkflaschen für mich und Eddie umgeschnallt, Eddie ist an der Leine, es kann los gehen. Wir folgen nicht dem Wegweiser rechts über die Almwiese rauf, sondern gehen gradeaus auf der Asphaltstraße weiter bis zum Hof Angelsberg.

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Trotz der dichten Bewölkung ist die Sicht grandios. Leider fällt uns hier die Orientierung etwas schwer und wir können kaum sagen, was was ist.

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Da vorne beim steinernen Marterl teilt sich die Straße. Gradeaus geht’s nach Oberamt, rechts zum Hof Angelsberg.

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Trotzdem ich den Winter durchaus mag, freu ich mich über jede Blume. Endlich wieder Frühling.

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Hof Angelsberg. Mitten im Hof zweigt der deutlich markierte Steig über die Wiese nach oben ab.

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Wir sind nicht genau den Markierungen gefolgt, sondern stark nach links (Westen) abgedriftet. Blick über den Hof Angelsberg in den Süden. Ganz hinten, etwas links der Bildmitte, sind schneebedeckt der Hetzkogel und der Dürrenstein zu erkennen.

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Wir sind nicht stark nach westen abgedriftet, weil wir zu blöd sind, einem markierten Weg zu folgen, sondern weil wir noch was vor haben. Am 20. September 2022 haben wir den Schwarzenberg bei schlechtem Wetter von Westen nach Osten überschritten und sind dabei im nassen Busch am Bauch herum gekrochen, damit wir die Stauden am Kamm durchdringen konnten. Es war recht lustig. Und weil das so lustig war, wollten wir uns heute, bei vergleichsweise trockenerem Wetter, einfach ein Stück dieses westlichen Teiles des Schwarzenberg nochmals anschauen. Zumindest so weit, wie es ohne Sauerei möglich ist. In westlicher Richtung, gleich ein paar Meter nach der Kammwiese, beginnt felsdurchsetztes Gelände.

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Höchste Stelle eines Hubbel, der keinerlei Bedeutung hat, außer, daß wir hier waren.

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Gen Westen ein felsiger Aufbau, der wie eine Kathedrale am Kamm hoch ragt. Auf einem schmalen Band kann man ein Stück nach oben steigen, für eine Besteigung war mir der moosige, nasse Fels zu rutschig. Da hinten haut es dich weit runter, wenn du ausrutscht.

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Bei der Umgehung dieser Felskanzel haben wir diesen Schädel gefunden. Große Schnauze, fliehende Stirn mit wenig Raum für Hirn, Ansatz von Hörner. Es könnte sich dabei um einen Grünen gehandelt haben, der sich verirrte oder er war an einem Baum festgeklebt, weil er gegen irgend etwas protestiert hatte.

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In der südlichen Flanke dieser “Kathedrale” befindet sich dieser riesige Riss, den man als Unterstand bei einem Gewitter nützen könnte. Könnte, wenn da nicht der große Felsbrocken wäre, der im oberen Teil eingeklemmt liegt und nicht gerade vertrauenserweckend ausschaut. Ich frag mich, ob das die Angelsberg-Höhle ist, die es hier geben soll? Auf Mapcarta ist sie jedenfalls (ungefähr hier) eingezeichnet.

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Die Kathedrale von Westen aus gesehen.

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Wir folgen dem Kamm noch weiter nach Westen. Hinter diesem Hubbel ist eine weitere, noch deutlich höhere Erhebung zu erkennen.

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Am ersten Felszacken steht dieser (vermutlich) Grenzstein.

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Dies ist die Höhenquote 858 (ohne Namen), die höchste Erhebung im westlichen Teil des Schwarzenberg.

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Gipfel Höhenquote 858. Zwar verwachsen, doch einigermaßen nette Aussicht.

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Blick am Grat entlang in Richtung Osten. Klar ist die Kontur des Angelsberg zu erkennen, der um hundert Meter höher ist.

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Wir sind wieder oberhalb des Hof Angelsberg mit Blick zum Ötscher und Kleinen Ötscher. Jetzt begehen wir den östlichen Teil des Schwarzenberg

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Zuerst auf einem verwachsenden, alten Waldweg zu einer kleinen Wiese und dann auf diesem Steig zum Angelsberg.

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Auch hier findet man immer wieder einen Grenzstein.

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Im Gegensatz zum westlichen Teil des Schwarzenberg ist hier der Kamm nicht verwachsen und es gibt einen bestens markierten Steig.

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Gipfel Angelsberg 952m. Der Angelsberg ist über einen schrofigen Hang leicht zu ersteigen, der markierte Weg führt allerdings südlich drum herum.

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Linker Bildrand: Blick vom Angelsberg über die Höhenquote 858 nach Westen zum Brochenberg. In Original war rechts der Bildmitte sogar der Sonntagberg deutlich zu erkennen.

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Wir halten uns aber, wie könnte es anders sein, nicht unbedingt streng an den markierten Weg und erklimmen so nebenbei die eine oder andere vollkommen unbedeutende Höhe, einfach, weil sie da ist.

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Auf diesem Mugel finden wir neben Zaunreste auch….

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… noch eine verblassende Markierung an einem gravierten Baum, Zeugen eines alten Wegverlaufes, den es so nicht mehr gibt.

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Aha, die Wiese. Wir nähern uns also der TVN Spitze.

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Im Vordergrund der Zürnerberg, im Hintergrund der Ötscher und sein kleiner, spitzer Bruder.

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Die TVN Spitze. Recht daneben eine Hütte, die wir am 20. September im Laufschritt erreichten, als der Himmel alle Schleusen auf einmal öffnete.

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Vorsicht Berg. Besteigen auf eigene Gefahr. Irgendwie wird alles immer blöder.

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An der Nordostseite ist die TVN Spitze über diese Wand mit zahlreichen guten Tritten und Griffen ganz einfach zu besteigen. Sogar Klammern sind im Fels verankert und helfen als Sicherung.

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TVN Spitze 948m

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Selbst mein kleiner Schlumpf kommt hier ohne Hilfe (aber gut gesichert) herauf.

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Waldorf & Statler

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Blick nach Westen über den Angelsberg (der um vier Meter höher als die TVN Spitze ist) hinweg.

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Kleine Rast.

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Ich war schon oft hier am Schwarzenberg, aber diese Höhle unterm Baum hab ich heute zum ersten Mal gesehen. Da könnte man hinein kriechen, was aber nicht viel bringt, weil der untere Ausgang in sehr steilem Waldgelände (an der Nordseite) endet. Ob das das Burglloch ist, wie bei Mapcarta eingezeichnet? Von der Lage her könnte es stimmen.

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Weiter geht’s am felsigen Grat gen Osten. Wieder ragt ein höherer Mugel, den man rechts (südseitig) umgehen könnte, empor und wird bestiegen. Einfach grade hinauf.

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Egal wie hoch und ohne Namen, wir waren oben.

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Was tun, wenn der Besen nicht anspringt?

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Schwarzenberg 958m. Der höchste Punkt am Schwarzenberg, ganz unspektakulär, nur ein Vermessungsstein am Grat.

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Waldorf & Statler

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Viehgatter, damit die Kühe von der Weide nicht über den Schwarzenberg wandern.

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Wir nähern uns dem östlichen Ende des Berges.

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Das östliche Ende des Schwarzenberg. Links unter uns Gresten, Blick zu Holzbauer und Königseben. Genau hier, schnurgrade am Waldkamm hinunter, gab es früher einmal einen Steig. Im Aplenvereinsführer “Ybbstaler Alpen” (Steffan/Tippelt) 1. Auflage von 1977 wird der Steig (Tour 215) noch als neu angelegt bezeichnet. Vor zwanzig Jahren waren Markierungen noch zu erkennen, der Weg war aber schon wild verwachsen. Heute sind weder Markierungen noch Weg zu sehen.

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Abstieg

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Beim Abstieg über diese Wiese beginnt es leicht zu regnen. Nicht beunruhigend, aber es regnet. Grade als wir da unten nach einer Forststraßenquerung im Wald verschwinden (steiler Abstieg durch den Wald), beginnt es laut zu rauschen. Es rauscht, als wäre man im Gesäuse neben der Enns. Spärliche Blicke aus dem Wald verrieten nichts gutes. Ein grauer, undurchsichtiger Vorhang lag vor uns, eine Wand aus Wasser. Es musste furchtbar schütten, aber noch wurden wir vom dichten Wald geschützt. Im Laufschritt stürmten wir, so gut es ging, ohne auszurutschen, durch den Wald runter. Ein Bauer, der grade aus dem Wald kam und zu seinem auf einer Forststraße abgestellten Traktor ging, meinte lachend “Jetzt dürft ihr rennen!”, was wir ja ohnehin taten. Zweihundert Meter vorm Auto mussten wir noch über eine offene Weide, dann hatten wir es geschafft. Wir waren zwar nass, aber nicht pitschnass.

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Die letzten paar Meter von der Weide zum Auto, vom Auto aus fotografiert.

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15:51 Uhr. Die Schuhe sind umgezogen, Eddie sitzt im Auto, wir sind gerettet, und dann hört es auch schon wieder auf. Das Schütten geht in leichten Regen über.

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Wir sind ein wenig nass, meine Hose ist dreckig, aber wir kaufen uns einen Kaffee an der Tankstelle in Gresten. Dann fahren wir Heim. Ein paar schöne Stunden in der Natur sind wieder zu ENDE.

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