Benzins Motorradseiten Erlebnisse mit dem Motorrad

6. September 2016

Gestatten, Eddie mein Name. Ich bin ein Yorkie.

Filed under: Hundegeschichten — Benzin @ 19:17

Guten Tag, liebe Leute. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Eddie. Mein Dosenöffner sagt, mein Name kommt von einem gewissen Eddie Lawson, wer immer das sein soll. Mir egal. Hauptsache, ich bekomme regelmäßig eddie_story_20160906_eddie_day1_01 was zu fressen, zu trinken und ich kann knuddeln. Geboren wurde ich am 22. Mai 2016, sagt man. Ich selber kann mich daran nicht erinnern. War wohl ein Tag wie jeder andere und ich hab in meine Decken gehüllt  geschlafen. Angeblich bin ich ganz was besonderes und werde einmal ein ganz großer. Sagt zwar keiner, aber ich spür das einfach. eddie_story_20160906_eddie_day1_02 Bild links oben: Das ist zwar nicht meine echte Mama, aber das ist die Mama, die mich groß gezogen hat.

Ich weiß noch nicht recht, wie ich mich mit meinem neuen Dosenöffner, der mich heute verschleppt hat – er ist offenbar der Meinung, er sei mein Herrchen – ordentlich verständigen soll, denn der redet so komisch. Vielleicht kann der gar nicht richtig deutsch, den der redet ganz anders als die, bei denen ich aufgewachsen bin. Aufgewachsen ist gut, ich bin ja noch nicht einmal 4 Monate alt. Sagen die Leute wenigstens. Ich für meine Person fühle mich dagegen recht erwachsen, und Ich bin ein echter Salzburger aus dem Pongau. Ein richtiger Naturbursch aus den Bergen. Bild rechts: Der erste Kontakt mit diesem Niederösterreicher, der mich verschleppt hat.

Ja, und wie ich da heute gemütlich in meinem Kistchen mit den warmen Decken schlummere, geht die Tür auf, es kommt so ein großer Lackl daher, hebt mich hoch, schaut mich an und, ich fass es einfach nicht, nimmt mich mit. Über zwei Stunden musste ich in so einer komischen, blauen Blechdose auf dem eddie_story_20160906_eddie_day1_001 Schoß dieses Typen ausharren, erst dann durfte ich wieder zurück auf den Boden der Tatsachen, und die schauen ein wenig seltsam aus. Offenbar gibt es hier, wo ich jetzt bin, angeblich heißt das Nest Amstetten, also anscheinend gibt’s hier keine Berge wie bei mir zu hause. Dafür regnet es, seit ich da bin. Das kann ja lustig werden. Bild links unten: Und das bin ich alleine in meinem neuen Bett, Eddie

Die sind überhaupt recht komisch, wo ich grade bin. Jeder nimmt mich hoch, jeder schaut mich blöd an, als wäre ich das achte Weltwunder. Haben die noch nie einen Yorkie gesehen? Es ist genau so, wie sie daheim in Salzburg immer sagten. Je weiter im Osten, desto seltsamer die Leute. Bin schon gespannt, wie schwer sich der Typ, der sich mein Herr nennt, abrichten lässt. Dass ich während der Autofahrt auf seinem Schoß sitzten will, hat er anscheinend schon begriffen. Jetzt braucht er mir nur mehr was gutes zum Fressen servieren, dann nehm ich noch sein Bett in Beschlag, und die Welt ist wieder in Ordnung. Wenn er sich recht begriffsstutzig anstellt, beiß ich ihn einfach. Den werd ich schon hin biegen, verlasst euch drauf. Und das Niederösterreichische entschlüssle ich auch noch. Oder ich lerne denen salzburgerisch, wenn sie es begreifen. Also bis später, wenn sich mein Dosenöffner ein wenig besser an mich gewöhnt hat. Tschau und pfiat euch, wie wir in Salzburg sagen.

Alles Liebe, Eddie

13. September 2016
Meine erste Woche bei Herrchen

Seit Dienstag, den 6. September, leb ich jetzt in Niederösterreich. Komisch, aber vom ersten Tag an hab ich nicht mehr an meine alte Heimat gedacht. Die Strapazen der langen Fahrt mit dem blauen Raumschiff und die ersten Eindrücke meiner neuen Heimat haben mich ganz schön müde gemacht. Gottlob ist mein Herrchen nicht knausrig und es hat noch ordentlich was zu mampfen gegeben, dann war ich aber so müde, dass ich eingeschlafen bin. Dunkel erinnere ich mich noch, dass mich Herrchen irgendwo hoch nach droben trug und in ein weiches Bettchen legte, dann schlief ich fest ein. Mitten in der Nacht erwachte ich kurz, da lag Herrchen schlafend neben mir. Ich weiß jetzt nicht recht, wie ich dran bin. Entweder, ich schlafe in seinem Bett, oder er in meinem. Ist mir aber egal. Meine Heia ist erstens groß genug für uns beide und außerdem kuschel ich mich eh immer ganz fest zu ihm. Der wärmt so schön. Ich glaub, der mag das sogar, denn als ich ihn am frühen Morgen mit meiner Zunge weckte, hat er sich, glaub ich, gefreut. Jedenfalls hat er mich gestreichelt und wie verrückt mit mir rumgeschmust. Fast könnte man meinen, der ist auch ein Yorkie.

Der nächste Tag, also mein erster ganzer Tag in der Fremde, schien am Anfang, von der Schmuserei am Morgen einmal abgesehen, nicht so lustig zu werden. Er ließ mich zwar schlafen, bis ich von selber wach wurde, aber, na ja, ich werde ja sowieso bei jeder seiner Bewegungen sofort wach. Nö, an und für sich schlaf ich gut, aber kann ich ihm vertrauen? Ich hab zwar keine Angst, dass er mir im Schlaf was antun will, aber vielleicht verschwindet er, während ich schlafe? Wer weiß? Lieber behalte ich ihn noch eine Weile genau im Auge. Ja, und dann ging’s los. Er steht auf, ich auch, aber ich hatte sofort ein paar Probleme. Erstens, wie zum Teufel komm ich aus meinem Bett raus? Ganz schön hoch so ein Ding. Ja, ja. Lacht mich nur aus. Jetzt, nach einer Woche kann ich auch drüber lachen. Ein kleiner Hüpfer, und draußen ist my_dog_eddie_20160912man aus dem Bett. Kein Problem. Aber macht das einmal zum ersten Mal! Mir kam das hoch vor. Herrchen sagt, das liegt daran, weil ich selber nur ein Dreikäsehoch bin. Keine Ahnung, was er damit meint. Dreikäsehoch? Was ist Käse? Was zum Fressen?

Nächstes Problem war die lange Treppe nach oben zur Hundehütte, wo mein Herrchen wohnt und wo ich jetzt wohne. Die Treppe bei der Haustür (ich kenn jetzt schon eine ganze Menge Ausdrücke der Menschen. Treppe, Haustür, Gartenzaun, Straßenkehrmaschine!) war zu keiner Zeit ein Problem. Zumindest nicht nach oben. Schaut flach aus, ist auch flach. Runter war der Ausblick ein wenig imposanter, aber Herrchen hat mir Stufe für Stufe gezeigt, wo ich hin steigen muß, hat mich dann eine Stiege weiter nach unten gesetzt, dann noch eine und noch eine, bis es mir nicht mehr so weit vor kam. Die letzten drei Stufen bin ich von selber runter gehüpft. Seitdem traue ich mir schon zu, rauf und runter zu laufen, ohne Angst zu haben. Aber die Treppe zu unserer Hütte ein Stockwerk weiter oben, die war mir nicht egal. Rauf war weniger Problem. Du darfst dich einfach nur nicht umdrehen. Immer nur die nächste Stufe anschauen und Schritt für Schritt nach oben. Geht ganz einfach. Aber da wieder runter? Alter Schwede! Stell dir einmal vor, wie groß mein Herrchen ist. Ich meine, ich selber bin ja schon ziemlich groß. Aber Herrchen ist noch um vieles Größer. Wenn ich aber oben stand und er unten, dann hat er noch viel kleiner ausgeschaut wie meine Schwester, die noch in Salzburg wohnt. Meine Schwester war aber viel kleiner als ich! Herrchen hat mir aber gezeigt, wie das geht. Zuerst haben wir weit unten angefangen. Er hat mich auf die Stiege gesetzt, und ich bin dann wieder zu ihm runter gelaufen. Ja, ja, das war übertrieben. Nicht gelaufen. Gestiegen. Ganz vorsichtig. Ja, verdammt noch einmal. Ich hatte Angst! Lach jetzt bloß nicht! Warst du schon einmal so hoch oben? Na also.

Jetzt hab ich aber auch keine Angst mehr. Ich lauf mehrmals am Tag rauf und wieder runter. Zwangsweise, nicht freiwillig. Dass geht schon in aller Früh los. Herrchen sagt, er hat Urlaub. Inzwischen weiß ich, was das bedeutet, Urlaub. Das bedeutet, dass er rund um die Uhr nur für mich da ist! Hurraaaaaa……….. Früh am Morgen steht er allerdings schon auf, “um die Zeitung zu holen”, sagt er. “Bleib liegen, Eddie”, sagt er, “ich hol nur die Zeitung!” Ich trau der Sache nicht recht. Obwohl er mich bisher noch nie angelogen hat, geh ich trotzdem lieber mit. Zuerst die Steile Treppe nach unten, dann die flachere nach draußen, dann zum Gartenzaun, und dann das Ganze wieder retour. Dann lieben wir wieder im Bett, ich will eigentlich schlafen, aber nö, er läßt das Licht aufgedreht und liest die Zeitung. Wieso ich weiß, was eine Zeitung ist und was lesen bedeutet? Weil er my_dog_eddie_20160913es gesagt hat. Er, mein Herrchen, hat gesagt, als wir zum ersten Mal die Zeitung holen gingen und als wir dann wieder im Bett lagen, “Eddie”, sage er zu mir, “Eddie, nicht die Zeitung fressen! Zuerst will ich sie lesen, dann kannst du sie fressen!” Ja, und darum weiß ich, was eine Zeitung ist und was lesen bedeutet. Lesen ist das, was Herrchen tut, wenn er am frühen Morgen neben mir im Bett liegt und die Zeitung ist das, was ich nicht fressen darf. Ist doch einfach, oder? Also mir kommt’s einfach vor. Außerdem, schmeckt eh nicht gut, so eine Zeitung.

Ach ja, bevor ich es vergesse. Am gleichen Tag, an dem wir zum ersten Mal die Zeitung holen gingen hab ich die Straßenkehrmaschine kennen gelernt. Mann, ich sag euch was, das ist eine Höllenmaschine! Wir sind grade zum ersten Mal die Treppe nach draußen runter gegangen, Herrchen hat mich noch getragen, weil ich das noch nicht konnte, und genau als er mich in die Wiese setzt, heult es furchtbar um die Ecke. Ich wusste nicht, was los ist und bin gleich in Herrchens Arme geflüchtet. Der hat mir dann erklärt, dass das nur die Straßenkehrmaschine ist, und dass die eh nur selten wieder kommt. Beim nächsten Mal bin ich wahrscheinlich schon viel älter und größer, sagt Herrchen. Aber dieses Höllengerät vergess ich ganz bestimmt nie im Leben. Mann, bin ich erschrocken.

Was hab ich noch gelernt in dieser Woche? Also Stiegen steigen, rauf und wieder runter, hatten wir schon. Aus dem Bett hüpfen. Wieder ins Bett rein hüpfen. Rein war schwieriger als raus. Von der Bank in der Küche hüpfen. Rauf lernen ich auch noch, sagt Herrchen. Öh, was noch? Hab ich schon gesagt, dass ich eine eigene Leine bekommen hab? Nö? Ich hab eine eigene Leine, ganz für mich alleine. Und ein weiches, breites Brustgeschirr hab ich auch bekommen. Herrchen sagt, ich schau fesch damit aus. Ich hab auch recht schnell begriffen, dass mich mein Herrchen angeleint immer links von ihm haben will. Ich sag’s euch ehrlich, mir wäre egal, ob ich links oder rechts von ihm laufe, aber er will das so haben, sonst zerrt er mich einfach auf die linke Seite. Ich hab wirklich alles versucht, ihn davon zu überzeugen, dass es mir egal ist, auf welcher Seite ich gehe. Der ist aber leider stur wie ein Yorkie, und ich lass mich nicht zum Affen machen, wenn er mich mit der Leine nach links zerrt! Keine Ahnung, wieso der so einen Fimmel mit links gehen hat. Vielleicht, vermute ich jetzt einfach einmal, denkt er, ich muß links gehen, weil ich ursprünglich aus England abstamme. Also nicht ich selber. Ich selber stamme aus Salzburg ab, aber meine Vorfahren. Meine Ur-, Urur- und Urururururgroßältern, die stammen aus England. Mein Ururururur, äh, also einer meiner Vorfahren soll sogar der Graf von Yorkshire gewesen sein. Oder der Yorkie vom Grafen. So irgendwie, hab ich von meiner Mama gehört. Aber die war auch schon eine waschechte Salzburgerin. Ob die auch immer links gehen mußte, weiß ich nicht. Darüber haben wir leider nie geredet.

Autofahren kann ich auch schon. Also mitfahren. Das, was ich am ersten Tag für ein blaues Raumschiff gehalten hab, ist in Wahrheit ein Auto. Und ein zweites Auto gibt’s auch noch in unserer Familie. Das ist so schwarz wie mein Fell und ich mag es nicht besonders. Irgendwie kleiner, lauter, komischer. Ich weiß auch nicht, aber das blaue Raumschiff, äh, ich meine, das blaue Auto, das gefällt mir viel besser. Als mein Herrchen das bemerkte, schüttelte er nur den Kopf und sagte “Wie Trixi. Die hat den Citroen auch nicht gemocht!” Trixi war ein Yorkie, so wie ich. Ein Mädchen. Herrchen trauert sehr um sie. Ich muß ihn immer trösten, wenn er zu sehr trauert. Aber was ein Citroen ist, weiß ich immer noch nicht. Das schwarze Auto mag ich jedenfalls nicht so, wie das Blaue. Die Ledersitze würden auch besser schmecken als die Stoffsitze, aber Herrchen sagt, ich darf sie nicht fressen. Wenn ich genau nachdenke, darf ich nur Hundefutter fressen. Sagt Herrchen jedenfalls. “Nicht die Zeitung fressen”, sagt Herrchen. “Nicht die Schuhe fressen. Nicht die Hose fressen. Nicht den Gürtel fressen. Nicht die Sitze fressen!” Keine Ahnung, was der immer hat. Vorgestern hat er sogar zu mir gesagt, ich darf die Gartenhütte nicht fressen. Hab ich doch gar nicht! Ich hab nur das Geländer vor der Hütte etwas angeknabbert, weil das Holz so herrlich hart ist. Ach ja, und noch was. Bevor ich für heute Schluß machen muß, fällt mir noch was ein. Herrchen hat die Wahrheit gesagt. Alles, was ihm gehört, gehört jetzt auch mir. Die ganze, große Hundehütte, wo wir leben, gehört mir genau so wie die ganze Wiese mit allem Bäumen und Sträuchern. Und ja, ich hab jetzt meinen eigenen Stammbau. 40m ist sie hoch, die Lärche. Und ganz zm Schluß noch was. Herrchen hat gestern zu mir gesagt, ich bin ein Schaf! “Wieso frisst du das Gras?” fragte er mich, als ich gemütlich im Garten saß. “Du bist ein Hund!” Ja, stimmt. Ich bin ein Hund. Ein Yorkie, um genau zu sein. Und wieso fresse ich Gras? Weil es mir schmeckt!

Liebe Grüße Eddie

18. Februar 2017
Neues vom Yorkiesaurus-Kuschelmonster

“Yorkiesaurus? Was soll das sein?” wird sich vielleicht jemand fragen. Na ja, das ist mir grade so eingefallen, als ich diverse Geschichten über besonders große Yorkie las. Laut FCI Standard (FÉDÉRATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE – Internationaler Dachverband der Hundezucht oder so) soll mein Eddie höchstens 3.2kg wiegen. Tut er aber nicht. Er wiegt heute mit knapp 9 Monaten (geb. 22. Mai 2016) etwa 6kg. Genau kann ich das nicht sagen, weil er nicht ruhig auf der Waage stehen bleibt, ich ihn auf den Arm nehmen musste und es eine Personenwaage war. Aber 6kg ist schon ein ganz schöner Brocken für einen Yorkie. Eddie hat auch nicht kleine, spitze, stehende Ohren, wie es der Standard vorschreibt, sondern große my_dog_eddie_20170213_001Schlappohren. Mit kleinen Ohren würde er auch komisch aussehen, proportional gesehen. Das war mir schon beim Kauf aufgefallen. “Der Kleine hatte nicht nur große Ohren für seine Körpergröße (da war er aber erst 3 Monate alt), sondern auch große Pfoten”, dachte ich mir damals. Heute passt alles perfekt zusammen, genau so, wie beim winzig kleinen schwarzen Miezekatzer, den ich mir vor gut 30 Jahren nach Hause holte. Auch der hatte viel zu große Pfoten, obwohl er in meine Hand passte. Nach fünf Monaten schaute das ganze ganz anders aus. Es passte perfekt, wie bei Eddie.

Irgendwie entspricht Eddie genau so wenig dem Norm-Hund, wie ich nicht dem Norm-Menschen entspreche. Also auch so gesehen sind wir beide ein tolles Team. Der “kleine” Racker hat sich prächtig entwickelt. Obwohl nie abgerichtet, folgt er ganz passabel, hat aber auch seinen Sturkopf, wie sich das für einen Yorkie gehört. Bei einer Ausstellung würden wir zwar nichts gewinnen, dafür gewinnt Eddie mit Sicherheit jeden Kuschelwettbewerb. Er ist ein richtiges Kuschelmonster und entwickelt sich in dieser Hinsicht genau so, wie Trixi war.

Besonders mag Eddie lange Spaziergänge. Spazierengehen, Herumtollen (vor allem im Schnee, es ist ja der erste Winter seines Lebens) und Kuscheln sind neben Raufen (mit mir) seine Lieblingsbeschäftigungen. Und Männchen machen natürlich. Manchmal könnte man fast meinen, er will mir den aufrechten Gang nachmachen. Unglaublich ist auch, wie gerne er sich, ganz im Gegensatz zu Trixi, waschen oder duschen lässt. Es kann ja durchaus vorkommen, dass wir beim Spazierengehen schmutzig werden. Eddie im besonderen. Dreck zieht ihn irgendwie magisch an. Wenn wir mit dem Auto unterwegs waren, ist das ein wenig problematisch, weil ich Wauzi dann in eine Decke hüllen muß, bis wir daheim sind, sonst schauen Herrchen und Auto anschließend genau so aus wie Eddie, schmutzig wie ein Traktor nach dem Ackern. Baden beziehungsweise Duschen war aber von Anfang an kein Problem. Als hätte er von Anfang an genau gewusst, worum es geht, springt er fast von selber (ich lass das aber nicht zu) in die Badewanne und stellt sich mit den Vorderbeinen auf den Rand der Wanne. So kann man ihn schön von oben und unten reinigen. Wie ein Traktor auf der Hebebühne sozusagen. Auch beim Trocknen keine Probleme. Schön gibt er alle vier Pfoten her. Beim Fön hat das am Anfang allerdings ein wenig anders ausgeschaut. Kaum hab ich eingeschaltet, drehte Eddie durch und begann zu jaulen. Erst langsam konnte ich ihn daran gewöhnen. Die warme Luft stört ihn dabei wenig. Es ist das Geräusch, dass er hasst. Eddie hasst auch den Staubsauger. Es genügt, mit dem Staubsauger in ein Zimmer zu gehen, und schon ist der Teufel los. Wild jaulend und bellend umkreist mein Hündchen den Störenfried. Ich hab dafür nur eine Lösung, ich sperr ihn aus dem Zimmer raus. Dann jault er zwar, aber diesen Veitstanz um den Staubsauger herum kann ich mir ersparen.

Jetzt hoffen wir beide, Eddie und ich, das bald der Frühling kommt, dass es warm wird und dass wir vielleicht zusammen unser erstes Berglein erklimmen können. Groß genug wäre Eddie dafür schon. Vielleicht machen wir das am 22. Mai zu seinem ersten Geburtstag.

Hier ist meine Geschichte in Bildern. Mein Herrchen fotografiert mich ja ständig. Ihr könnt hier, wenn ihr auf ein Bild klickt, meine Geschichte verfolgen.







    


Schau einmal, wie groß ich geworden bin.
Das links bin ich am 6. September 2016 mit 3 1/2 Monate. Der rechts bin auch ich, genau zwei Jahre später.

    


2019

Jetzt sind wir drei Jahre zusammen, mein kleiner, großer Eddie und ich

Links Eddie am ersten Tag, dem 6. September 2016 bei mir, nachdem ich ihn aus Salzburg geholt habe, und rechts auf den Tag genau nach genau drei Jahren am 6. September 2019. Aus dem kleinen Recker wurde ein großer Lausbub.

 

Schöne Grüße von Eddie.

4 Comments »

  1. Hallo Hannes !
    ..wollt dich eh fragen od du Samstag mal in die Hundeschule nach Greinsfurth mitkommst, so ca 15.30 bis 18.00 Uhr.
    Bin da des Öfteren mit meiner Pippi zwecks Sozialisierung und auch zur persönlichen Durstlöschung 😉

    Kommentar von Anonymous — 9. September 2016 @ 11:19

  2. An sowas ähnliches hab ich schon gedacht. Heute aber noch nicht, dass ist noch zu früh. Eddie ist heute erst den vierten Tag hier und hat inzwischen schon unheimlich viel gelernt. Vor mir hat er keine Scheu mehr, hat grade vorhin meine Zeitung gefressen LOL, aber ich will ihm noch ein wenig Zeit geben, um richtig anzukommen. Wir haben ja beide das Glück, dass ich noch fast 14 Tage Urlaub hab. Aber dann hab ich an der Hundeschule schon Interesse. Sozialisieren mit anderen Hunden und ein wenig gehorchen lernen ist sicher keine schlechte Idee.
    Also bis später
    Hannes

    Kommentar von Benzin — 10. September 2016 @ 6:34

  3. Ja ich glaube Sozialisierung ist auch bei Hunden sehr notwendig. Erkennen, dass es auch andere Artgenossen gibt die guten willens und lustig sind. Wenn das in der Jugend des Hundes nicht gelernt wird dann bleibt der Hund später kompliziert, ängstlich, misstrauisch bis aggressiv. Ich denke wenn du ihn dort einfach herumträgst und schauen lässt dann kann er sich angstfrei in eine größere Welt einleben. 🙂

    Na dann vielleicht nächsten Samstag !

    Kommentar von Anonymous — 10. September 2016 @ 11:59

  4. An und für sich ist am nächsten Samstag/Sonntag Oldtimer GP in Schwanenstadt mit Spencer, Lavado, Baker und ein paar anderen, und am Sonntag noch dazu der 60. Hochzeitstag meiner Eltern. Wie ich das alles unter einen Hut bringe, weiß ich nicht. Aber es kommen ja sicher noch ein paar Samstage.
    Wenn du Interesse am OldiGP hast, gib Laut. Kann aber noch nicht sicher sagen, ob ich fahre oder nicht. Kommt auf Eddie an, wie er sich alleine verhält, sonst spielt er daheim den Wolf. Heulen kann er schon, wenn er sich alleine fühlt.

    Kommentar von Benzin — 10. September 2016 @ 16:56

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