Benzins Motorradseiten Erlebnisse mit dem Motorrad

11. September 2023

2023. 09. 11. Hochschwab/Ebenstein 2123m aus Wildalpen/Winterhöh

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Übersicht mapy.cz mit Track (Planungssaftware). Start- und Zielpunkt ist die Winterhöh bei Wildalpen. Von hier aus hab ich auch am 24. Mai 2001 den Ebenstein bestiegen.

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Karte 1

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Karte 2. Karte BEV 1:25 000V Blatt 101 Eisenerz Neuaufnahme 1965, Fortführung 1991

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10. September, Campingplatz Wildalpen auf 644m Seehöhe. Wir übernachten hier und ersparen uns am nächsten Tag die lange Anreise. Der Campingplatz liegt direkt in der Ortschaft Wildalpen gleich neben der Salza, ist sehr preiswert und bietet saubere Sanitäranlagen und vieles mehr, was zu diesen Preisen absolut nicht selbstverständlich ist. Im Hintergrund der Säusenstein mit 1282m.

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11. September 6:47 Uhr am Parkplatz Winterhöh auf 668m Seehöhe. Temperatur etwa 15°C bei fast wolkenlosem Himmel. Leichter Morgennebel. Wir sind startbereit. Vor uns liegen rein rechnerisch 1455 Höhenmeter und (lt.Komoot) 24km an horizontaler Entfernung und deshalb sind wir auf einen sehr langen Tag eingestellt. Unser Tempo ist gemütlich. Wir haben keinen Termin da oben.

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Da geht’s lang. Unser erstes Etappenziel ist das Antonikreuz und dazu gehen wir zuerst einmal der Asphaltstraße entlang gemächlich aufwärts.

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6:54 Uhr am Abzweig zum Hartlsee. Wer Asphaltstraßen nicht mag und sowieso am Hartelsee vorbeischauen will, kann auf diesen Steig abbiegen. Wir gehen auf der Straße weiter.

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Der erste Blick zu den Bergen.

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Wir nähern uns dem Ende der Asphaltstraße. Hier gab es  einiges an Diskussion, was wir hier sehen. Kleiner und Großer Griesstein waren sicher, der Brandstein vermutet (und falsch). Ob das in der Mitte nun die Schaufelwand oder der Ebenstein ist, das war fraglich. Tatsache ist, links sind die Griessteine, in der Mitte schaut der Ebenstein hervor und rechts der Gupf ist die Schaufelwand. der Brandstein ist wesentlich weiter rechts.

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Da war ein Witzbold am Werk.

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7:42 Uhr am Antonikreuz.

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Die Angaben sagen, wir befinden uns hier auf einer Seehöhe von 890m, das heißt, wir haben bis hierher grade einmal 220 Höhenmeter geschafft.

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Weiter geht es auf schönen Waldsteigen aufwärts zum Kreuzpfäder.

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Wir queren eine Forststraße. Da sind wir grade herauf gekommen.

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Und hier geht es auf der anderen Straßenseite weiter

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Langsam kommt ein wenig Berggefühl auf.

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8:37 Uhr Kreuzpfäder. Jetzt wird wohl klar, warum das hier so heißt.

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Unser nächstes Etappenziel ist der Schafhalssattel.

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Wir bewegen uns zwar noch immer, oder schon wieder auf einer Straße, das Gelände rund um uns herum ändert sich ab Kreuzpfäder allerdings dramatisch. Jetzt wir einem in jeder weiteren Minute der Wanderung klar gemacht, daß wir uns hier im Gebirge befinden.

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Links neben uns die riesige Griesstein Westwand, der westlichste Ausläufer des Ebenstein und die Schaufelwand. Da müssen wir hinüber queren bis unter die Schaufelwand und weiter zum Schafhalssattel.

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Jetzt geht’s wieder einmal ein Stück abwärts. Kann man dann am Schluß zu den errechneten Höhenmetern addieren.

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Wir haben an einem Waldweg einen Abzweig erreicht. Grade aus kommt man nach wenigen Metern zu einer Jagdhütte, links zweigt der Sommerweg zum Schafhalssattel ab.

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Rechts der nicht markierte Winterweg, der nur vom 15. Oktober bis 14. Mai gestattet ist.

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Der Brandstein. Links vom Brandstein muß der Schafhalssattel liegen. So weit müssen wir jetzt da hinüber queren.

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So schaut das Gelände links von uns aus. Kein Zweifel mehr, wir sind im Gebirge.

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Querung einer Schuttrinne.

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An diese Stelle konnte ich mich auch nach 22 Jahren noch sehr gut erinnern.

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So schaut das im Rückblick aus.

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Wir sind bei dieser Wasserauffangstation und dem Wasserschlauch, von dem ich schon vor 22 Jahren geschrieben hatte.

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Dieser Sammelkasten, von dem links (runter) und rechts (von oben) ein Schlauch mündet. Das Wasser rinnt über den Fels und das Moos in den Auffangkasten.

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Der Fels ist hier naß und man könnte leicht ausrutschen (was der Sonja beim Abstieg tatsächlich passiert, aber ohne Folgen)
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Hier gibt es riesige Kalkplatten.

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Rückblick zur Griesstein Westwand.

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Wir nähern uns dem Brandstein und somit auch dem Schafhalssattel

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10:20 Uhr am Schafhalssattel 1557m mit Rückblick zur Griesstein Westwand.

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Wir queren jetzt südlich der Schaufelwand zur Zumach.

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Der Brandstein 2003m schaut von hier ganz anders aus.

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Wir sehen unser Ziel vor uns. Oberhalb der Bildmitte der Kleine Ebenstein und links davon der Kasten des Ebenstein 2123m. So direkt, wie man ihn hier sieht, können wir aber nicht rauf. Viel zu steil. Wir müssen noch einiges umgehen, um rauf zu kommen.

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Rechts vor unserem Weg liegt der Kleine Ebenstein, links der Klotz der Schaufelwand und dazwischen lugt der Kasten des Ebenstein hervor. Da müssen wir hin.

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11:07 Uhr. “Die Zumach” haben wir hier erreicht.

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Hier teilt sich gleich der Weg entweder zum Ebenstein oder zur Sonnschienhütte.

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Jetzt liegt der Brandstein (Bildrand links) genau hinter uns (im Westen)

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Da geht’s lang.

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11:15 Uhr. Wir gehen jetzt zwar direkt auf den Kleinen Ebenstein zu, könnten da aber niemals rauf und deshalb müssen wir da vorne nochmals nach rechts (Osten) ausweichen.

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Die südlichen Abbrüche der Schaufelwand.

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Wir haben heute ja unheimliches Glück. Der Weg bis zum Schafhalssattel lag komplett im Schatten und seitdem gibt es immer wieder schattige Deckung für Eddie. Diese Latschen, die nach langer Sonnenbestrahlung selber nur Hitze spenden, sorgen hier noch immer für kühlenden Schatten, damit mein kleiner Spatz keine Probleme hat. Hitze verträgt mein Eddie nämlich nicht gut. Wäre es zu heiß, müssten (und würden!) wir sogar umkehren.

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Der Ansteig zum Kleinen Ebenstein ist klar zu erkennen. Es weht ein ganz kleines Lüftche, daß für etwas Abkühlung schafft, wofür Hund, Herr und Sonja dankbar sind.

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Die spitzen Zinken links der Bildmitte sind der Griesmauerkogel 2034m, die TAC Spitze 2019m und die Vordernberger Griesmauer 2015m, rechts dahinter sind noch der Pfaffenstein 1871m und der Eisenerzer Reichenstein 2165m zu erkennen, mit scharfem Adlerauge sogar der spitze Hochkogel 2105m  am Kaiserschild. Zum Rest halte ich lieber den Mund, obwohl ich sicher einiges davon bestiegen hab.

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Mit zunehmenden Höhenmetern wird die Aussicht grandioser.

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Blickrichtung Südosten zur Sonnschienhütte.

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Blickrichtung schnurgrade bergwärts. Pffff…….

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11:51 Uhr. Eine grasige Hochfläche zwischen Kleinem Ebenstein und Ebenstein.

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Könnte man als Mostkeller verwenden.

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Wir haben noch einiges vor uns, denn der Ebenstein ist um 120m höher als die Schaufelwand, die genau vor uns steht.

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Ein Stückerl noch nach oben….

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Der Schotterweg ist aus und jetzt beginnt der Fels und es wird eine Gaudi. Ich hab dann leider vor Freude keine ordentlichen Bilder mehr gemacht. Da hängt ein Stahlseil im Hang und der einfache Weg würde nach rechts recht direkt zum Gipfelkreuz führen. In Richtung links sind allerdings Markierungen zu sehen, die zu schön griffigen Felsen und Platten führen und die sind eine Gaudi. So nähert man sich dann vom Westen dem Gipfelkreuz und recht direkt dem höchsten Punkt, der nicht beim Gipfelkreuz ist!

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Jetzt ist die Schaufelwand schon unter uns.

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Weitwinkelaufnahme

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Dort steht das Gipfelkreuz, da gehen wir später hin.

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Der Gipfelbereich besteht aus drei Mugel. Am östlichsten (wenn ich jetzt nicht irre) steht das Gipfelkreuz, mittig diese Messstation und dann noch …

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… der höchste Punkt des Ebenstein.

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Am Weg zum Gipfel ein toller Ausblick zum Hochstadl und zum benachbarten Griesstein

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Am Weg zum Gipfel

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12:40 Uhr. Ebenstein 2123m

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Vermessungsstein

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Hinter mir die trichterförmige Gipfelregion des Griesstein 2023m

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Man sieht auch noch den Dürrenstein, den Kammweg bis zum Hochkar und vieles mehr, aber es ist doch einigermaßen dunstig und die Auflösung des Handyknipse nicht so toll.

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Wie anders die Schaufelwand ausschaut, wenn man von oben drauf schaut!

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Blick zu den Eisenerzer Bergen. Trenschling, Reichenstein, die Zacken des Griesmauerkogel, TAC-Spitze und Vordernberger Mauer und alles, was sich aus Eisenerz gut besteigen lässt finden wir hier vor uns. Was für eine Wunderwelt!

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An der Höhe wird wohl noch gearbeitet?

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Rückblick: Am Weg vom Gipfel zum großen Gipfelkreuz

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Von diesem Gipfelkreuz hatte ich bis heute gar kein Foto, weil es mich vor 22 Jahren nicht interessiert hat. Steht nicht am höchsten Punkt.

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Blick zur Sonnschienalm

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Blick zum Polster und zum Turm (am linken Bildrand), den man aus dem Brunntal über einen Jagdsteig erreichen kann.

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Wir gehen wieder runter. Muß ja sein. Den Weg im oberen Bereich, auf den wir rauf gekommen sind, übersehen wir leider und sind gleich wieder beim Stahlseil und beim Schottersteig. Schade. Auf den Platten kann man (bei Trockenheit!) gehen wie auf einem Gehsteig, obwohl das Gelände steil ist.

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Vom großen Gipfelkreuz bis zur Hochfläche zum Kleinen Ebenstein, …

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… also bis hierher, brauchen wir zehn Minuten. Ist einfach eine Gaudi.

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Der Gupf da vorne ist der Kleine Ebenstein. Den “besteigen” wir nicht. Das ist mir dann zu blöd.

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Waldorf & Statler

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Unterm Kleinen Ebenstein zweigt rechts ein Steiglein ab. Schau ma einmal, wo das hin führt.

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Ein Bankerl und eine Gedenktafel an Edi Hindler

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13:56 Uhr. Wir nähern uns wieder der Zumach.

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14:03 Uhr. Und sind schon wieder herunten am Almboden. Relativ neue Fladen findet man zwar, aber kein Vieh.

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Am Weg zum Schafhalssattel. Die Felswand rechts gehört zur Schaufelwand.

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Wir bewegen uns aus Südosten auf den Schafhalssattel zu. Gleich hamas.

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Waldorf & Statler

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14:26 Uhr. Schafhalssattel 1557m

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Auf der anderen Seite des Sattel bewegen wir uns nur ein paar Meter nach Westen, dann bis zur Jagdhütte unter der Griessteinwand nach Osten.

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Der Brandstein ist wieder hoch über uns.

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Sieben Stunden und vierzig Minuten sind wir jetzt unterwegs und mein Burzel läuft noch immer wie aufgezogen.

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Wir nähern uns wieder der Griesstein Westwand, die Wände rechts von uns gehören zur Schaufelwand

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Große Kalkplatten bedecken die Hänge.

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Wandern neben der Griesstein Westwand

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Faszinierter Blick nach oben zur Wand.

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Querung der Schotterrinne

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15:27 Uhr. Genau eine Stunde haben wir für die Querung vom Schafhalssattel bis hierher zum Wegteiler Sommer/Winterweg gebraucht. Wir haben jeden Meter genossen. Nächster Stop Kreuzfäder.

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Jetzt haben wir wieder für Dinge Zeit, für die wir uns bisher keine Zeit genommen haben, nämlich die schönen Kleinigkeiten am Wegrand.

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16:07 Uhr. Kreuzpfäder

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Kleine Pause

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Gleich nach der Kreuzung geht’s rechts runter zum Antonikreuz.

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16:57 Uhr beim Antonikreuz

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Noch eine Stunde zum Hartlsee

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Vierzig Minuten später kommen wir beim Hartlsee vorbei.

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17:56 Uhr. Nur mehr ein paar Meter. Vor 22 Jahren hab ich geschrieben, “Die letzte halbe Stunde wird sehr lang”. Damals hatte ich von hier bis Ebenstein und retour eine Gehzeit (ohne Gipfelrast) von acht Stunden (4.5 Std. rauf, wobei ich beim Aufstieg irrtümlich übers Sonnschienbründl gegangen bin und 3.5 Std. runter). Heute sind wir seit elf Stunden unterwegs und die letzte halbe Stunde war gefühlt die Kürzeste. Damals war ich alleine unterwegs, heute mit meinen beiden Schlümpfen. Das mag der Unterschied gewesen sein.

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Während Eddie und Sonja baden waren, hab ich die Küche ausgepackt.

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Wir essen und rasten, trinken noch einen Haufen Mineralwasser, tun sonst aber gar nichts mehr. Heim fahren müssen wir heute nicht mehr. Also dann bis zur nächsten Tour.

22. Mai 2023

2023. 05. 22. Hinterwildalpen/Buchberg 1563m

Filed under: Bergwelten - Wanderungen und Ausflüge — Schlagwörter: , , , , , — Benzin @ 22:01

22. Mai 2022. Eddie, mein kleiner Riese hat Geburtstag. Sieben Jahre ist der kleine Racker heute alt. Passt genau für unser Vorhaben. Wir fahren zeitig in der Früh zum Campingplatz nach Wildalpen und stellen unser Zelt auf, dann geht’s gleich ohne weitere Zeitverschwendung nach Hinterwildalpen. Ziel des Tages wird der Buchberg sein, den wir über den Goßsattel ersteigen. Unseren Abstieg haben wir über die Heimmoseralm in den Lurgbachgraben geplant. Ich bin diese Runde genau so am 8. Oktober 2001 schon einmal gegangen, konnte mich aber mit Ausnahme des kleinen Holzschrein am Goßsattel, an nichts mehr erinnern. Oder ja, doch. Ich konnte mich erinnern, daß es recht schön war. Wäre gespannt, was sich in über zwanzig Jahren alles verändert hat. Eine interessante Veränderung, die in den vergangenen zwanzig Jahren stattgefunden hat,  ist mir schon vor der Tour in der Planungsphase aufgefallen. In den neuen Karten steht überall Goss oder “Auf der Goss”. Auf einem Foto meiner damaligen Wanderung ist ein Holzschild, das ich bei der Holzkapelle auf der Goß fand, zu sehen, auf dem geschrieben steht:

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Also bleibt es auch zwanzig Jahre später für mich “Auf der Goß” und nicht Goss.

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8:44 Uhr in Hinterwildalpen. Gleich gegenüber des Feuerwehrdepot haben wir für’s Auto ein Plätzchen gefunden, wo wir nicht stören. Im Hintergrund ist der Große Geiger 1723m zu sehen. Wir ziehen uns die Schuhe um, Rucksack auf den Rücken, Eddie an die Leine und es kann los gehen.

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Karte zur Tour

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Wir stiefeln an der Feuerwehr und am Gasthof Krug vorbei zu dieser Kreuzung mit den Wegweisern. Zur Goß geht es rechts weiter.

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Hier ein weiteres aufschlußreiches Schild.

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Der erste Kilometer von einem Ortsende zum anderen ist Asphaltstraße.

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Unmittelbar nach einer Brücke über den Lurgbach beginnt ein markierter Steig, …

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… dem wir folgen.

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Der Anblick des Geiger wird uns heute aus allen möglichen Richtungen den ganzen Tag lang begleiten.

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Eigentlich ist dieses erste Steiglein nur eine (markierte) Abkürzung zu einer Forststraße, der wir nun aufwärts folgen. Hier ein (unmarkierter) Abzweig eines Jagdsteiges, der zum Hochklemm (1306m) führt. Diese Wanderung hatte ich in Reserve, falls das Wetter in höheren Lagen schlecht sein sollte.

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Bis zur Goß sind wir nicht ganz alleine. Zwei Deutsche und eine Österreicherin, die sie führt (oder führen sollte) wandern ebenfalls in Richtung Goß.

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Erste felsige Szenarien tun sich auf.

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Das Ende der Forststraße geht ganz unspektakulär in einen Pfad über, der durch den Wald immer steiler werdend nach oben führt.

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Erste begeisternde Ausblicke tun sich auf.

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Eddie, unser Geburtstagskind, ist in seinem Element.

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Der Pfad ist bestens markiert und betreut. Ich frag mich immer, wer sich diese Arbeit antut, mit Motorsägen immer wieder den Weg begehbar zu machen und zu erhalten. Eine Arbeit für Fremde, die einem nie (zumindest persönlich) gedankt wird. Hiermit sag ich einmal DANKE an all die, die mit so viel Leidenschaft, Herzblut und Schweíß die Wege pflegen und erhalten, damit wir “Pflasterhirsche” die Natur gefahr- und mühelos genießen können.

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Hier wurde mittels Holztafeln und Pflöcken direkt eine kleine, abrutschsichere Treppe gebaut.

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10:37 Uhr. Da oben wird es Licht. Haben wir die Goß erreicht?

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Auf der Goß 1351m

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Herrliche Aussicht zu Hochstadel, Riegerin, Ebenstein und zahlreichen mit unbekannten Mugeln.

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Natürlich haben wir uns auch ins Besucherbüchlein eingetragen.

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Blick zu den noch schneebedeckten Gesäusebergen Gr. Buchstein und Tamischbachturm.

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Wir sind zwar nicht über der Baumgrenze, die Wanderung erfolgt hier aber großteils in freiem Gelände ohne große Sichtbehinderungen. Aber hier geht es sich praktisch von selber, weil man immer so viel zum Schauen hat.

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Eine unglaublich neugierige Gams lässt uns bis auf gut 30m an sich ran. Wir bleiben stehen, sie bleibt stehen, wir schauen uns an und dann gehen wir, Menschen wie Gams, ganz unaufgeregt wieder unsere eigenen Wege. Sowas ist immer eine wunderschöne Begegnung.

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Hier zu gehen ist einfach nur eine Freude.

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Wieder einmal ein Blick zum Großen Geiger neben uns.

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Schöne Schneerosen stehen hier praktisch neben Frühlingsblumen.

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Eddie wälzt sich mit Vergnügen im Schnee.

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Wir wandern an der Gögalalm vorbei und ich denk mir, “Da müsste doch auch irgendwo der Kleine Buchberg sein?” Das ist keine auffälliger Gipfel, aber einen Vermessungsstein sollten wir hier schon finden und so schau ich auf die Karte und wir steigen westlich der Alm ins Gelände. Recht schnell und unkompliziert finden wir dieses Schild und den Vermessungsstein (unten).

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Blick vom Kleinen Buchberg zur Gögalalm, zu der keine Straße führt. Die beiden Männer, die dort arbeiten, müssen wohl zu Fuß hierher gegangen sein.

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Hier blinzelt auch unser höchstes Ziel des Tages, der Buchberg, hinter den Bäumen (links der Bildmitte) hervor.

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Der Weg zum Buchberg ist nicht (oder schlecht) markiert, der Weg ist aber klar zu sehen und außerdem (bei guter Sicht) sowieso nicht zu verfehlen, weil der Berg von weitem sichtbar ist. Hier ein Blick in die Gegend um Gams bei Hieflau (wenn ich nicht komplett irre, was möglich ist)

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Wer bei guter Sicht den Buchberg nicht findet, sollte ohne Betreuung sein Blindenheim wirklich nicht verlassen.

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Das Schöne ist, wir haben alle Zeit der Welt. Wir müssen heute nicht einmal nach hause fahren, und so trödeln wir überall endlos herum und genießen jede Minute.

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Alter Schwede, da haut’s dir den Vogel raus.

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12:33 Uhr. Gipfel in Sicht.

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Buchberg 1563m

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Blick nach Osten zum Geiger

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Die Kaltmauer im Süden

Der spitze Lugauer (rechts der Bildmitte etwas vom Baum verdeckt) und der breite Gebirgsstock des Kaiserschild (links der Bildmitte)

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Zeiritzkampel, Lugauer, Tamischbachturm, Gesäusegrößen und alles was in der Umgebung Rang und Namen hat versammelt sich vor uns.

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Aber es nützt ja alles nix. Wir müssen wieder weiter. Zuerst einmal ein schönes Stück am Aufstiegsweg zurück und dann gen Süden zur Heimmoseralm.

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Waldorf & Statler

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Die sumpfige Wiese da unten macht mir wieder Sorgen. Wir finden zwar kein Boot für die Überfahrt, dafür tummeln sich riesige Kröten. Es ist lustig, denen zuzuschauen.

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Auch hier weist ein Wegweiser zum Buchberg.

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Bei schlechter Sicht wäre dieses Gelände sicher recht ungut, weil unübersichtlich, bei guter Sicht kein Problem. Da vorne ist schon wieder ein Wegweiser.

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Das wird unsere Abstiegsroute. Zuerst zur Heimmoseralm, dann zur Pumpernickelalm (Pumperlniederalm eigentlich) und weiter nach Hinterwildalpen. Die zweieinhalb Stunden schlagen wir leicht und machen mehr draus.

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Wir kommen hier dem Geiger recht nahe. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich (schon lange her gleich nach’m Krieg oder so) am Geiger gesessen bin und mit zwei alten Männern (damals ungefähr so alt wie ich heute) über die Almen unter uns geredet hab. Pumperlniederalm, Heimmoseralm usw.. War recht unterhaltsam.

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Ohne Schabernack geht überhaupt nix.

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Den Weg von der Heimmoseralm zur Pumperlniederalm zu finden ist ein wenig blöd. Sollte ein markierter Weg sein und man findet auch Markierungen. Aber spät und dann, wenn man den Einstieg zum Abstieg eh schon gefunden hat. Im Osten wird die Heimmoseralm von sehr, sehr steilen Abbrüchen ins Bärenloch begrenzt. Der Steig ist ein wenig schwierig zu finden, weil Kuhspuren genau so ausschauen wie der Steig. Man wird hier schnell in die Irre geführt. Auf keinen Fall vermeintlichen Wegspuren in die Tiefe folgen! Der Richtige Weg ist dann ganz klar als solcher zu erkennen.

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Da schaut es so aus, als könne man hier runter gehen. Dem ist aber nicht so!

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Gebäude der Heimmoseralm, die heute, wie wir hier draufkommen, …

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… RADSTATTMOAR ALM heißt. Natürlich wurde in den Karten der alte Name beibehalten, sonst kennt sich ja keine Sau mehr aus.

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Das schaut ja recht einfach aus. Einfach diesem Wegweiser folgen. So einfach ist das in der Praxis aber nicht.

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Erst, nachdem wir einen großen Bogen um die Ränder der Alm gezogen haben, finden wir den Abstieg…

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14:07 Uhr. Hier, und nur hier (!) geht’s runter.

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Lange quert man die Hänge am Bärenloch zur Pumperlniederalm

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Nördlich von uns die Lurgmäuer

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Die senkrechten Abstürze des Geiger.

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Pumperlniederalm

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Wir haben zwar noch einigen Abstieg vor uns, aber die wunderschöne, bizarre Landschaft entschädigt dafür.

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Wir können hier zum Hochstadl raus schauen und was wir sehen wirkt auf den ersten Blick etwas beunruhigend. Es wird duster da draußen.

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Wir steigen auf eine Felsnase raus und bewundern die Abbrüche der Lurgmäuer gegenüber.

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Da oben etwa in Bildmitte ist die Heimmoseralm. In dieses Gelände steigt man ab, falls man eine Wildspur für den Steig nach unten halten sollte. Das sollte man wissen, bevor man sich da oben zu einer unbedachten Entscheidung verleiten lässt.

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Nochmals ein Blick hinaus aus dem Lurgbachtal. Noch immer schaut es da draußen recht duster aus. Ich bin mir nicht sicher, ob wir trocken nach Hinterwildalpen kommen. Wäre aber nicht mehr so schlimm. Wir haben gute Kleidung und es ist nicht mehr recht weit bis in den Talgrund. Die steilsten Streckenteile haben wir hinter uns.

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15:02 Uhr. In knapp einer Stunden sind wir von der Heimmoseralm in den Talgrund abgestiegen. Jetzt kommt noch der Marsch nach Hinterwildalpen, dann haben wir es geschafft. Das Wetter scheint zu halten.

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Letzter Blick, jetzt von unten, zu den Lurgmäuern.

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Ein Hund kommt uns bellend entgegen und zieht den Schwanz ein, als Eddie ihn scharf anschaut, ein anderer Hund reißt einen Holzstuhl mit seiner Leine mit, als er Eddie begrüßen will und hier kommen uns die Kühe neugierig entgegen. Die Zivilisation hat uns wieder.

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Sobald man die Knipse hoch hält, lächelt dieses Holzbauwerk, so oft wurde es schon fotografiert und im Web veröffentlicht.

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Am meisten fasziniert mich das Dach.

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Die ersten Gebäude der Ortschaft

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Da setzten wir uns kurz her, weil wir hier noch nie gesessen sind.

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Es wimmelt hier nur so vor Marterl

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16:05 Uhr. Nach sieben Stunden und zwanzig Minuten hat unser Tour zum Buchberg ihr Ende gefunden. Jetzt fahren wir zum Campingplatz nach Wildalpen lassen den Tag gemütlich ausklingen.

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Rocker in Wildalpen. “Warm beer, lousy food, ugly waitress, biker welcome” hab ich irgendwo in den USA einmal auf einem Schild gelesen. Ich weiß nicht, ob sich diese Gepflogenheit bis Wildalpen herumgesprochen hat?

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Campingplatz in Wildalpen. An Wochenenden ist dieser Platz jetzt schon total ausgebucht, unter der Woche waren wir, ein Paar aus Ungarn und zwei belgische Damen mit einem Wohnmobil und Hund die Einzigen. Preise sind sehr günstig, alles ist blitzsauber, vieles wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Nur die Salza nebenan muß man mögen.

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Zuerst unser Geburtstagskind verpflegen.

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Dann kommt für uns das große Fressen. Uns fehlt nix und wir sind total unabhängig.

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Wir schauen einem Raftingteam beim Training zu.

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Gute Nacht, bis morgen.

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