Benzins Motorradseiten Erlebnisse mit dem Motorrad

15. Juli 2024

2024. 07. 15. Ennstal / Gesäuse / Haindlkarhütte 1121m – Gsengscharte 1228m Rundwanderung

Filed under: Bergwelten - Wanderungen und Ausflüge — Benzin @ 14:16

Bisher war ich eher kein Freund von reinen Hüttenwanderungen, also von Touren, die auf keinen Gipfel führen, sondern bei einer Hütte enden. Die Rundwanderung zur Haindlkarhütte und über die Gsengscharte hat meine Einstellung geändert. Auch Hüttenwanderungen können sehr schön sein. Die Idee dazu kam eigentlich aus drei Gründen. Erstens wollte ich wissen, wie mein linkes Knie funktioniert, das sich am Weg zum Natterriegel nach einer unbedachten Drehung etwas komisch anfühlte. Zweitens ist die Tour nicht recht lang, was gut wäre, wenn das Knie nicht meinen Vorstellungen entspricht und drittens wollte ich ohnehin schon lange wissen, wie diese Haindlkarhütte ausschaut und wo sie genau steht. Ich hab von ihr gehört und gelesen, aber leider gibt es, bis auf die Gsengscharte, kein Wanderziel, das man mit der Haindlkarhütte verbinden könnte. Den Peternpfad, den man von hier starten könnte und der mich sogar sehr interessieren würde, den würde ich allerdings wirklich nicht mehr als Wanderung bezeichnen.

Strecke: Gesäuse Bundesstraße Parkplatz Haindlkar-Aufstieg durch’s Haindlkar-Haindlkarhütte 1121m-Gsengscharte 1228m-Im Gseng-Themenpfad neben dem Johnsbach bis zum Weidendom an der Enns-Wander- und Radweg neben der Enns zurück zum Ausgangspunkt.
Streckenlänge: rund 8.5km
Tiefster Punkt lt. Navi: 486m
Höchster Punkt: 1228m
Höhendifferenz gesamt lt. Navi: rund 800Hm
Zeitbedarf gesamt mit allen Pausen: 4 Stunden und 50 Minuten
Wetter: Blauer Himmel und in der Sonne bis 28°C

Fazit: Bei schönem Wetter für die ganze Familie empfehlenswert. Die Gsengscharte ist im oberen Teil steil, aber gut mit einem Stahlseil und mit einer Ketter versichert. Ich würde wegen der schönen Aussicht beim Abstieg diese Runde jederzeit wieder im Uhrzeigersinn gehen, heißt, Aufstieg vom Parkplatz Haindlkar und Abstieg über die Gsengscharte.

karte_neu_1_2
Austrian Map mit GPS-Track

mapy.jpg_2_2
Geländeübersicht mapy.cz mit GPS-Track

mapy.cz_3D_1_2
Übersicht mapy.cz_3D mit GPS-Track

opentopo_1_2
opentopomap mit Höhenprofil und GPS-Track

20240715_091103
9:08 Uhr Parkplatz Haindlkar.

20240715_091508
Wir stellen das Auto in Fahrtrichtung Admont am rechten Parkplatz (der ist den ganzen Tag über schattig!) ab und machen uns fertig. Dazu gehört auch, zum linken Parkplatz rüber zu gehen und die Parkgebühr von €6.- zu bezahlen.

20240715_090923_2
9:15 Uhr. Nachdem wir den Obulus entrichtet haben und der Zettel gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe liegt, machen wir uns auf den Weg.

20240715_091638
Auf geht’s ins Haindlkar

20240715_091907
Schon nach ein paar Metern erreichen wir die Talstation einer Materialseilbahn, …

20240715_091843
… die gleichzeitig als Postamt Haindlkarhütte fungiert.

20240715_092320
Vor uns die berühmten und berüchtigten Gesäusewände (höchster Punkt Hochtor 2369m)…..

20240715_092435
…. hinter uns der Große Buchstein 2224m hoch.

20240715_093529
Ein recht warmer Tag kündigt sich an, aber durch die Nordlage unseres Aufstieges gehen wir meistens im Schatten. Durch einen sehr frühen Aufstieg könnte man sich hier noch einiges Mehr an Schweiß ersparen.

20240715_093606
Der wunderschöne Aufstiegsweg führt im unteren Teil (orographisch) rechts, später auch links einer großen Schmelzwasserrinne aufwärts. Im Hintergrund hat man immer den Großen Buchstein mit seinen Trabanten, voraus die Wände der Hochtorgruppe.

20240715_094127
Am erstaunlichsten ist die Feststellung, daß man, obwohl man erst eine halbe Stunde unterwegs ist, so viele Höhenmeter hinter sich gelassen hat, daß man bei einem Blick zurück schon überraschend weit in die Tiefe schaut.

20240715_094243
Man bewegt sich hier in einer wild zerklüfteten Märchenwelt.

20240715_094457

20240715_094534
Abkühlung in einem eiskalten Bächlein.

20240715_095955

20240715_100022
Klar, hinter uns ist ständig der Große Buchstein und vor uns sind ständig die gleichen Wände der Hochtorgruppe. Mit zunehmender Höhe ändert sich aber trotzdem immer wieder etwas. Beispielsweise taucht hier rechts des Buchstein die steile Spitze des Kleinen Buchstein auf. Auch den hat Sonja in ihrer Jugend schon einmal bestiegen.

20240715_100340
10:03 Uhr. Trotzdem die Tageszeit schon recht weit fortgeschritten ist und trotzdem der Untergrund hier vorwiegend aus Schotter und Fels besteht, ist es Dank des Schatten für Eddie recht gut auszuhalten. In einer Südlage müssten wir bei solchen Temperaturen (ab etwa 25°C) schon langsam an den Rückzug denken. Ohne Schatten wäre das für Eddie kaum mehr auszuhalten.

20240715_100928
Das Gelände ist hier nie wirklich steil und der Schutt nie wirklich störend. Auch an Wasser mangelt er hier nicht, die Schmelzwasserrinne ist meist gut erreichbar und naß.

20240715_101016
Knapp weniger als eine Stunde sind wir jetzt unterwegs und so hoch, daß wir neben dem Kleinen Buchstein 1990m auch die Tieflimauer 1820m erkennen können.

20240715_101310

20240715_101325

20240715_101611
Großer Buchstein, Kleiner Buchstein und Tieflimauer auf einen Blick.

20240715_102326_2
Ich hatte mir früher oft vorgenommen, den Großen Buchstein zu besteigen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen und daher kannte ich auch die Lage des Buchsteinhauses nicht. Hier, aus dieser Position, wurde mir erstmals klar, wo das Buchsteinhaus steht. Je höher wir stiegen, desto klarer konnte man es erkennen.

20240715_102337
Waldorf & Statler

20240715_103513

20240715_103749

20240715_104352

20240715_104630
10:46 Uhr. Wir erreichen die alte Haindlkarhütte.

20240715_104829_2

20240715_105014
Jetzt sind wir auch auf gleicher Höhe mit einem Felsklotz (Bildmitte), auf dem eine grüne Fahne am Mast weht. Von unten hatte ich mir schon gedacht, “Ist das die Fahne vom Alpenverein oder eine vom Lagerhaus?” Es ist die vom Alpenverein.

20240715_105155
An Fotomotiven mangelt es hier wahrlich nicht und man nimmt sich auch schon Zeit, weil …

20240715_105153
… kurz nach der alten Haindlkarhütte, unmittelbar hinter einem riesigen Felsklotz, schon die neue Hütte zu sehen ist.

20240715_105532
Vor der Hütte kann man sich an einem Brunnen die Trinkwasserflaschen für die weitere Wanderung auffüllen. Eiskaltes, frisches Quellwasser!

20240715_105628
Ein paar Minuten nach der alten Hütte sind wir bei der Neuen eingetroffen.

20240715_105801

20240715_105909
Die Hütte befindet sich in einer wunderschönen Lage, nur auf Fotos kann man das ohne größerem Aufwand kaum darstellen. Wobei es ohnehin so ist, daß Bilder von der Realität fast immer weit in den Schatten gestellt werden. Einfach raufgehen und anschauen.

20240715_110020

20240715_111112
Wir trinken jeder einen halben Liter Mineral mit Zitrone. Hunger haben wir keinen, sind ja noch nicht lange  unterwegs. Nachdem wir unsere Getränke geleert und auch genug gesehen hatten, ging es weiter auf unserer kleinen Wanderrunde.

20240715_111932
11:19 Uhr. Auf geht’s in Richtung Gsengscharte. Unweit der Hütte sind Felsbrocken mittels Stahlgitterboxen zu dammartigen Mauern gestapelt.

20240715_111939
Blick in Richtung Gsengscharte. Nur ein Pärchen (Bildmitte) war mit uns weiter nach oben unterwegs, sonst waren wir hier vorerst einmal alleine.

20240715_112722
Auf festem, sehr gut begehbaren Schotter stiegen wir höher und höher. Hier knallt dir, wenn’s passt, die Sonne gnadenlos auf die Rübe.

20240715_112742
Schon nach kurzer Zeit ist die Hütte unter uns um einiges kleiner geworden. (Nein, eigentlich nicht. Sie ist sicher noch genau so groß wie vorhin, nehme ich an. Sie erscheint nur durch die zunehmende Entfernung kleiner)

20240715_113155
Bei der Gsengscharte findet man ein nettes Platzerl für eine Rast und sogar eine Holzbank. Der letzte Blick hinunter zur Haindlkarhütte.

20240715_113210_3
Blick über das riesige Schuttkar “Im Gseng” hinweg zur Haller Mauer.

20240715_113341
Am Einstieg zum Abstieg gäbe es noch einen Behälter für ein Steigbuch(?) und einen Kerzenhalter oder was immer das sein soll. Steigbuch finde ich keines, was ich finde, schaut, ohne das ich es heraus nehme, aus wie eine nasse, zerquetschte Rolle Klopapier. Aber vielleicht soll das ja auch wirklich nur ein Halter für Klopapier sein. Was weiß den ich schon.

20240715_113410
11:34 Uhr. Los geht’s. Runter da. Ich weiß noch nicht, wie gut der Fels haftet, aber zur Not wäre da noch ein gut fixiertes Stahlseil und eine Kette.

20240715_113450
Das geht sehr gut da runter. Der Fels ist griffig wie Rennasphalt und das Stahlseil hilfreich. Wenn’s schon da liegt, dann nehm ich es auch, falls unter mir was nachgeben sollte. Tut es aber nicht.

20240715_113624
In der Rinne sind sogar Trittklammern montiert. Wozu die sein sollen, weiß ich nicht, aber sie sind da.

20240715_114036
11:40 Uhr. Die steile, versicherte Rinne ist kurz und der Rest des Abstiegs ins “Gseng” ist eine riesige Gaudi. Der Schutt ist fein, haftet aber so gut wie guter, griffiger Schnee. Der Abstieg hier ist bis ins Gseng wirklich Knieschonend und vor allem …

20240715_114744
11:47 Uhr. … landschaftlich wunderschön!

20240715_115139_2

20240715_115408
Wunderschöner Blick zum Admonter Reichenstein

20240715_115408
Vom gleichen Punkt aus nach unten fotografiert. Im ersten Moment denkt man sich “Ui, das wird jetzt steil!” Aber nein.

20240715_115610
Das Gelände mag steil sein, der Weg wir niemals steil. Wunderschön angelegt schlängelt es sich in engen Serpentinen durch latschenverwachsenes Felsgelände. Absturzgefahr verspüren wir hier nie.

20240715_115413
Waldorf & Statler

20240715_120120
Das hier ist eine seltsame Stelle. Hier standen im Schatten zwei junge Leute aus Rumänien. Schienen beide sehr fit zu sein, er hatte in einer Tragekraxe ein Kleinkind sitzen, daß sie so mit auf Tour nahmen. Bis hierher alles ganz normal. Was ich seltsam fand war, die sind nicht einfach an diesem Trümmerhaufen seitlich vorbei gestiegen, sondern durch ein enges Loch hindurch gekrochen. “Wie kann man den auf so eine Idee kommen?” frug ich mich. Daheim hab ich dann, rein zum Spaß, nach “Haindlkarhütte” und “Gsengscharte” gegoogelt und bin so auf dieses “Felsloch” gestoßen, durch das Wanderer offenbar des öfteren hindurch kriechen. Mir käme nie in den Sinn, mich da durch zu zwängen, wenn ich so locker seitlich vorbei kann. Als Notunterstand könnte man das Loch verwenden, wenn dich da ein Gewitter überrascht. Da im Loch ist sogar ein Drahtgitter drinnen, daß, so meinte ich, ein Hineinkriechen verhindern sollte. Ich kenn mich da wirklich nicht aus, was das soll.

20240715_120337

20240715_120926

20240715_121801
Es wird wieder grüner.

20240715_122935

20240715_123158
Ein paarmal glaubt man, man ist gleich unten, was sich regelmäßig als Irrtum herausstellt. Das macht aber gar nichts. In dieser Gegend und auf diesem weichen Untergrund geht man gerne  auch stundenlang.

20240715_123733

20240715_124629
12:46 Uhr. Wir scheinen wieder im Erdgeschoss zu sein.

20240715_124941

20240715_125046
Die Felsen im Hintergrund gehören, vermute ich, zum Ödstein.

20240715_125609
Bei einem schattigen Bankerl halten wir Rast und genießen die Aussicht zum Admonter Reichenstein.

20240715_130032
Waldorf & Statler

20240715_130531
Unser Weg zum Weidendom ist ein sogenannter Themenweg. Der “Wilde John” erklärt irgendwas. Was das Thema sein soll, darüber hab ich mich nicht informiert. Ist ganz offenbar was für Kinder. Ich fühle mich zwar des öfteren als großes Kind, meine Interessen sind aber anders gelagert. Bei diesen Themenwegen hab ich immer ein komisches Gefühl. “Zwergenweg”, “Weg der Planeten”, “Druidenweg”, “Schmetterlingsweg” und sowas. Das erinnert mich immer ein wenig an “Das Tal der Millionen Schmetterlinge” von Ephraim Kishon (Link PDF Kurzfassung der Geschichte). Für Kinder finde ich das ja noch verständlich, aber es fahren auch genug Erwachsene auf sowas ab. Immer mehr Disney World, weil die Natur alleine zu wenig ist.

20240715_130640

20240715_130707

20240715_130900
Von hier aus kann man mit einer Rakete zum Ödstein hinauf fliegen. Ich hab reingeschaut, aber im Moment war kein Start vorgesehen.

20240715_131000

20240715_131611

20240715_131917

20240715_131841_2
Blätter für Naturkunde und Naturschutz 1943 Gesäuse/Johnsbachtal (sehr interessant)

20240715_132444
Blick zum Bruckstein 1388m

20240715_132811

20240715_132811
Der wilde John erzählt hier den Kindern nichts vom Pferd, sondern vom Frauenschuh.

20240715_133219_2

20240715_133524_2
Wir sind bei der Gesäusestraße B146. Ein Blick zum Hochtor, dem König des Gesäuse.

20240715_133630
Auch hier ist alles recht lieb und (wie man offenbar glaubt) für die Bedürfnisse von Kindern zurechtgeschnitzt. Wir wollen hingegen eigentlich nur zum Parkplatz Haindlkar zurückkehren.

20240715_133736

20240715_134008_2
Eine Biene labt sich grade an einer Blüte

20240715_135216
Ein alter Teil der Bundesstraße ist heute ein Rad- und Wanderweg und umgeht einen Tunnel, der nur für Kraftfahrzeuge erlaubt ist.

20240715_135245
Je nach Blickwinkel verändert sich die Landschaft beim Blick zum Gesäuseeingang ganz erheblich.

20240715_135345
Beim Blick genau über die Enns lugt links hinten der Admonter Reichenstein hervor.

20240715_140056
Hier bietet sich nochmals ein Blick nach Norden zum Großen Buchstein.

20240715_140119
Wir sind schon ganz kurz vorm Endpunkt unserer kleinen Tour. Blick durch ein breites Schuttkar zur Hochtorgruppe.

20240715_140532
14:05 Uhr. Wir sind zurück am Ausgangspunkt. Grade vorhin haben wir nochmals ein Paar getroffen, das ebenfalls mit einem Hund zur Haindlkarhütte wanderte. Die sind aber am Aufstiegsweg wieder abgestiegen. Nun ziehen wir uns noch gemütlich um, dann fahren wir Heim und kochen uns was gutes zum Essen. Wieder einmal sind ein paar wunderschöne Stunden in der Natur zu ENDE gegangen. Ich würde diese Runde jederzeit wieder in der selben Richtung gehen. Also pfüat Gott und bis zum nächsten Mal, irgendwann und irgendwo.

10. Juli 2024

2024. 07. 09. Ennstal / Haller Mauern / Mittagskogel 2041m, Natterriegel 2065m

Wieder einmal eine Chaostour, was in unserem Fall heißt, die Tour war bis kurz vor ihrem Beginn nicht geplant. Das Wetter war in den letzten Tagen recht instabil und wir waren seit dem 18. Juni auf keinem Berg mehr. Oder ja, doch, aber mit dem Motorrad. Bei unserer Pässetour 2024 sind wir sehr viele schöne und hohe Pässe gefahren. Wir hatten danach einige Pläne geschmiedet, aber dann wieder verworfen. Irgendwie wussten wir momentan nicht recht, was wir als nächstes machen sollen. Ich dachte dann, Abwechslung könne nicht schaden, wir waren noch nie zusammen in den Haller Mauern unterwegs. Warum nicht dort hin? Wir waren, wie  es der Teufel haben will, beide noch nie im südöstlichen Ende dieser Bergkette unterwegs und schon war klar, ja, das machen wir. Auf in die Haller Mauern!

Strecke: Buchauersattel 861m-Grabner Alm-Admonter Haus 1723m-Natterriegel 2065m-Mittagskogel 2041m-selbe Strecke retour
Streckenlänge: rund 14km
Tiefster Punkt: 861m
Höchster Punkt: 2065m
Höhenunterschied gesamt: rund 1230Hm
Wetter: Am frühen Morgen 17°C und Nebel bis rund 1200m, dann blauer Himmel und Sonnenschein mit bis zu 28°C

austriamap_track_1_3
Austrian Maps mit GPS-Track

mapy.cz_3D_track_1
mapy.cz mit 3D Grafik und GPS-Track

mapy.cz_track_1
Geländeübersicht Sat. mapy.cz mit GPS-Track

opentopomap_track_1
opentopomap mit GPS-Track und Höhenprofil

20240709_054107
Um vier Uhr Tagwache, um 5:40 Uhr beginnt der Ernst des Lebens, der in der Hauptsache daraus besteht, Steuern, Abgaben und Gebühren zu bezahlen. Hier, am Wanderparkplatz in der Buchau, kann man sein Fahrzeug nur dann parken, wenn man seinen Obulus entrichtet. Das sind hier €6.- pro Tag inkl. Spende von einem Euro, die gleich zwangsweise mit verrechnet wird zur Erhaltung der Steige und Wege. Das finde ich durchaus in Ordnung. Parkraumbewirtschaftung. Atemluftbewirtschaftung (CO2 Steuer) ist ja auch vollkommen in Ordnung. [sarc/]

20240709_054137

20240709_055149
5:50 Uhr. Rucksack am Rücken, Eddie an der Leine, wir sind abmarschbereit. Trotz 17°C hab ich die Jacke an, was mir nach wenigen Metern den Vogel raus haut und ich sie wieder ausziehe. Hätten wir am besten im Auto lassen sollen.

20240709_055238

20240709_055312
Gleich nach dem Parkplatz biegen wir rechts auf eine Schotterstraße ein und folgen ihr, an einem weiteren kleinen Parkplatz (der tagsüber genau in der gleichen prallen Sonne liegt wie unserer weiter unten) vorbei, in den Wald.

20240709_060436
Bei einer Linkskehre führt ein breiter Steig gradeaus in den Wald, eine Abkürzung des markierten Weges. Was man hier sieht, schaut recht hübsch und angenehm aus. In Wahrheit ist es ein grausliger Hohlweg, den wir uns hätten sparen können. Beim Abstieg gehen wir den markierten Weg ohne diesen Abschneider.

20240709_060930
Dieser grausliche Hohlweg ist gottlob nicht sonderlich lang und mündet bei einer Forststraßenkurve in eine weitere Abkürzung, die angenehm zu gehen ist. Fernsicht ist nicht nur wegen dem Wald so gut wie null, der Nebel verbreitet eine gespenstische Stimmung.

20240709_061959
Ich bin heute von Anfang an recht K.O. und konzentriere mich drauf, regenmäßig meine Luft zu bekommen, meine gute Fee Sonja hingegen achtet auf unsere Umgebung und hält die Schönheiten der Natur bildlich fest.

20240709_063558

20240709_065805
6:58 Uhr. Wir haben ein Rastbankerl mit einer hübschen Aussicht erreicht.

20240709_065832
Die Nebeldecke liegt jetzt unter uns.

20240709_070257
Des öfteren stehen irgendwelche Taferl herum, die uns irgendwas erklären wollen. Ich hab heute schon genug damit zu tun, regelmäßig meine Luft zu bekommen. Nach drei Wochen Wanderpause fühle ich mich heute einfach schwach, hab aber keine Zweifel, daß ich da rauf komme. Hier sehen wir erstmals die Felswände über uns.

20240709_070739
Drei Wochen Wanderpause und die hohe Luftfeuchtigkeit stehen uns ins Gesicht geschrieben. Nein, daß sind nicht unsere Großeltern, das sind Waldorf & Statler.

20240709_070718
Gegenüber die Admonter Berge

20240709_070857
Wir nähern uns mit einer langen Hangquerung langsam der Grabneralm.

20240709_071138
Admonter Reichenstein und Gesäuseberge südöstlich von uns.

20240709_071824

20240709_072115
Da gäbe es einen alten Steig zum Buchauersattel runter.

20240709_072142
Diese Wände gehören zu den westlichen Ausläufern des Grabnerstein.

20240709_072149
Käserhütte unter der Grabneralm

20240709_072153
Blick zum Admonter Reichenstein

20240709_073201
7:31 Uhr. Grabneralmhaus.

20240709_073221

20240709_073621
Blick über die Grabneralm

20240709_075420
Die Gegend ist wunderschön, aber ich fühle mich matt. “Die sind rund 1800m hoch und wir müssen dann noch um mehr als zweihundert Meter höher hinauf” denk ich mir bei diesem Anblick. “Das wird heute zäh!” Ich hab allerdings nicht die geringsten Zweifel, daß ich da rauf komm.

20240709_075904

20240709_080432

20240709_080504

20240709_081128
Die Vegetation wird spärlicher, das Gelände felsiger.

20240709_081219

20240709_081748
Während ich hechle und meine Lungen rasseln, dokumentiert Sonja die Schönheit der Natur.

20240709_082206
8:22 Uhr. Unser erster Blick zum Admont Haus. Ich hab’s ja noch nie gesehen und kann nur sagen, wui. Sehr schön gelegen.

20240709_083053
Das Admont Haus zum Greifen nahe.

20240709_083331
Wegweiser bei der Hütte

20240709_083440
Blick vom Grabnertörl zum Großen Seeboden

20240709_083851
8:38 Uhr. Wir halten uns bei der Hütte nicht auf und steigen sofort weiter aufwärts. Hier ein Rückblick auf Admont Haus 1723m und Admonter Warte 1804m.

20240709_083900
Genau über uns, etwas rechts der Bildmitte, ist das Gipfelkreuz des Mittagskogel zu erkennen. Jetzt schau ma einmal, wie wir da rauf kommen. Scheint einfach zu sein, schaut aber sauweit aus. In Wirklichkeit sind das nur dreihundert und ein paar Höhenmeter. Das ist eigentlich nicht viel. Ich schwächle noch immer merkbar.

20240709_084418
Blick zum Hausberg vom Fred, dem Grabnerstein 1847m

20240709_085438

20240709_085519
Erster Blick zum nordwestlichen Ende der Haller Mauern. Großer Pyhrgas, mit 2244m der Höchste und rechts daneben der Scheiblingstein, mit 2197m der zweithöchste der Haller Mauern. Am Großen Pyhrgas war die Sonja schon mit 15, hab ich auf einem alten Foto gesehen.

20240709_085542

20240709_085629

20240709_090242
Das ist die einzige Stelle, an der man über etwas steileren Fels muß und selbst das ist recht moderat. Eine echte Schlüsselstelle gibt es am Weg zum Natterriegel nicht.

20240709_090642

20240709_090717

20240709_090947
Nach der Steilstufe durch die Latschengasse ist der Weg frei zum Gipfelsturm. Serpentinenreich geht es aufwärts bis zum Gipfel. Das Navi sagt, wir sind hier zumindest auf gleicher Höhe wie die Admonter Warte.

20240709_092430
Der Blick über das Admont Haus zur Warte bestätigt unsere Annahme. Es ist unglaublich schön hier! Ich kann nur immer wieder sagen, “Das ist der Grund, warum wir in die Berge gehen!”

20240709_092017
Seltsam, aber ich hab die schlimmste Schwäche überwunden. Das links Knie macht ein wenig Mucken, aber sonst ist alles gut. Wir haben ja Zeit und es gibt genug zum Schauen.

20240709_093301

20240709_093410

20240709_093820
Jetzt liegt der Weg klar vor uns. Kehre für Kehre hechle ich hoch.

20240709_094224
Bei einer kleinen Einsattelung gehen wir nicht rechts zum Mittagskogel, sondern links in Richtung Natterriegel. Meiner Ansicht nach ist der Mittagskogel nur ein Vorgipfel des Natterriegel und kein eigenständiger Gipfel. Nichts desto Trotz hat er eine schöne Aussicht und wird selbstverständlich von uns ebenfalls besucht. Im Hintergrund ist das Gipfelkreuz des Mittagskogel zu erkennen.

20240709_094702
9:47 Uhr. Gipfel in Sicht!

20240709_094801
Natterriegel 2065m

20240709_095025
Geschafft. Dank der Geduld von Sonja bin ich da heute irgendwie hochgedampft.

20240709_095028

20240709_095044

20240709_095104
Unser Burzelbär am Natterriegel. Unglaublich, wo der kleine Kerl schon überall war.

20240709_095441
Waldorf & Statler

20240709_094944
Ich wäre sooo gerne da rüber zum Hexenturm gegangen. Am Normalweg müsste das auch mit dem Burzelbär machbar sein. Da muß man aber so weit runter und dann weit hoch, ich wäre da heute verhungert. Aber was. Kommt Zeit, kommt Hexenturm. Man kann nix erzwingen.

20240709_095120

20240709_095208

20240709_100205
No comment

20240709_095014
So, und jetzt rüber zum Mittagskogel. Für den Mittagskogel sind wir aber heute früh dran. Es ist erst zehn Uhr und das ist nicht weit.

20240709_101125
10:11 Uhr. Mittagskogel 2041m

20240709_101034

20240709_101410
Mein süßer Burzelbär

20240709_101037
Man könnte diesem schönen, breiten Grat noch weit bis Nordosten folgen und dann, schätze ich, dort drüben irgendwo absteigen und durch diese Senke da unten hierher zurückkehren. Leider wird es jetzt sukzessive wärmer und wärmer, was für Eddie hier im ungeschützten Gelände gar nicht gut ist. Am besten wir sein, wir steigen ab.

20240709_101156
Der Ausblick vom Mittagskogel über das Admont Haus ist traumhaft. Da müssen wir jetzt wieder runter.

20240709_101550
Nochmals ein kurzer Blick hinüber zum Natterriegel

20240709_102354
Und Abmarsch.

20240709_102344

20240709_103310
Da hinten, rechts oben, trifft einer Startvorbereitungen für einen Gleitschirmflug.

20240709_103226

20240709_103440
Ich höre das Rauschen, wie der Gleitschirm startet.

20240709_103506
Da entfleucht der Gleitschirmflieger in der Ferne.

20240709_103750
Abwärts durch die steile Latschengasse

20240709_103820

20240709_104249

20240709_104251

20240709_104848

20240709_105241
Nicht mehr weit zum Admont Haus. Hier üben wir den alten Einkehrschwung.

20240709_110312
11:03 Uhr. Unsere Bestellung ist aufgegeben.

20240709_110552

20240709_110429

20240709_111649
11:16 Uhr. Wir sind wieder unterwegs.

20240709_112504

20240709_112529
Wir steigen ganz gemütlich ab und ich fühle mich wieder recht fit. Alles paletti. Waldorf & Statler.

20240709_113057

20240709_112816
Ich hab einige Tourenberichte über Natterriegel und Mittagkogel gelesen. Zumindest das mit dem Blumenmeer war nicht übertrieben.

20240709_113017

20240709_113234

20240709_113506

20240709_114651
Wir setzten uns jetzt da her, weil wir hier noch nie gesessen sind.

20240709_115159
Tiefblick zur Grabneralm

20240709_115653
11:56 Uhr

20240709_120514

20240709_120922
12:09 Uhr. Blick über die Käserhütte zum Buchstein 2224m

20240709_121015
Blick über die Käserhütte ins Gesäuse und zu den Admonter Bergen

20240709_121019
Abstieg zum Buchauersattel. Wir nehmen nicht genau die gleiche Strecke wie im Aufstieg, viel Unterschied besteht allerdings nicht. Wir nehmen einmal eine steile, aber schöne Abkürzung, dafür lassen wir den elenden, dreckigen Schluf aus, den wir im Aufstieg nahmen.

20240709_130222
Steiler, aber schöner Abstieg durch den Wald

20240709_130856

20240709_132231
Mit 28°C (in der Sonne) ist es im Abstieg schon sehr warm für Eddie. Immer wieder rasten wir im Schatten, es gibt was zu trinken und wie hier zu fressen. Wären wir erst später aufgestiegen, hätten wir wahrscheinlich die Tour beim Admont Haus abbrechen müssen. Temperaturen über 25°C sind für Eddie ungesund. Dafür fühlt er sich im Winter auch bei -20°C pudelwohl.

20240709_133001
13:30 Uhr. Wir sind wieder im Tal (auf Höhe 861 des Buchauersattel).

20240709_132919
Ein paar hundert Meter noch, dann ist die Tour …

20240709_133009

20240709_133353
… zu …

20240709_134436
… ENDE. Es war schön, wir kommen gerne wieder. Ein paar Rechnungen haben wir ja noch offen. Grabnerstein, Admont Warte und Hexenturm. Also bis dann, pfüat Gott und bis zum nächsten Mal, irgendwann und irgendwo.

18. Juni 2024

2024. 06. 18. Gemeindealpe 1623m, Breimauer 1489m, Eiserner Herrgott 1409m, Brunnsteinmauer 1407m

Eigentlich hätte es ein ganz normaler, kurzer Spaziergang vom Zellerain zur Gemeindealpe werden sollen, weil ich jetzt, ein paar Tage vor unserer Motorradtour nach Tirol keinen Kopf mehr hab für Neuentdeckungen. Weil das Wetter aber recht gut war und wir gut drauf und neugierig, hat sich dieser “Spaziergang” zu einer richtigen Tour entwickelt, die uns einige Neuheiten vermittelte.

Tiefster Punkt: Zellerain 1125m
Höchster Punkt: Gemeindealpe 1623m
Höhenunterschied gesamt: etwa 800Hm
Zeitbedarf: rund 7 Stunden
Streckenlänge: zirka 13.5km
Wetter: Sonnig und warm bis 23°C

mapaustria_1
Karte zur Tour Austrian Map mit GPS-Track

opentopomap_1_2
opentopomap mit Höhenprofil und GPS-Track

mapy.cz_1
Geländeübersicht mapy.cz mit GPS-Track

20240618_055826
5:58 Uhr Parkplatz beim Gasthof Engleitner (geschlossen) am Zellerain. Wir sind abmarschbereit. Rucksäcke am Rücken, Eddie an der Leine. Es kann losgehen.

20240618_055830
Genau hier am Sattel verläuft die Grenze zwischen Niederösterreich und Steiermark

20240618_055914

20240618_055953
Blick vom Gastgarten ins Steirische Bergland. Hier bin ich gerne und oft gesessen, wenn ich vorbeigekommen bin. Der Schweinsbraten war hervorragend.

20240618_055927

20240618_060021
Wir starten unsere Tour mit einem Marsch entlang einer Forststraße zum Hochbauer (aufgelassen) hinauf.

20240618_060155
Gleich am Anfang findet sich wieder so ein Drängler, der sich mit uns Rittern will. Keine Chance, wir sind schneller.

20240618_060542
Bergsteigende Schnecke im Abstieg.

20240618_060859
Altes Holzschild, das ich bisher noch jedes Mal übersehen hatte. Gut, ich geh da erst seit rund 25 Jahren rauf.

20240618_062248
6:22 Uhr. Wir sind beim Hochbauer …
20240618_062409
… und steigen über einen ausgemähten Weg zum Waldrand.

20240618_063246
Blick vom Waldrand über den Hof zum Dürrenstein

20240618_063254
Dieser Ausblick in die steirische Bergwelt fasziniert immer wieder. Rundblick vom Hochschwab bis ins Gesäuse.

20240618_063346

20240618_063824
Vom Waldrand gehen wir zuerst steil, dann flacher werdend der Brunnsteinalm entgegen.

20240618_064302
Kurz, bevor wir die Almwiesen erreichen, kreuzen wir eine neue Forststraße. In den letzten zwei Wochen (glaub ich) war die Zellerainstraße an Werktagen von Früh bis Abend täglich wegen Forstarbeiten gesperrt.
20240618_064400
Die haben tatsächlich in dieser Zeit eine komplett neue Forststraße gebaut.

20240618_064452
Ich war schon lange nicht mehr hier, wenn Vieh auf der Weide stand und darum war ich etwas erstaunt, daß wir wieder einmal über einen Weidezaun steigen müssen.

20240618_064519
Die Brunnsteinalm und im Hintergrund die Gemeindealpe.

20240618_064642

20240618_065231
Am besten geht man jetzt entlang der Schotterstraße bis zum Eisernen Herrgott auf der Brachalm, weil man hier immer die beste Aussicht hat.

20240618_065426
So wie hier. Blick zum Erlaufsee.

20240618_065500
Blick zu den Zeller Hüten.

20240618_065836

20240618_065848
Blick zur Gemeindealpe

20240618_070916
Wir lassen uns dann zu einer Abkürzung am markierten Pfad (auf der Forststraße ist der Weg unwesentlich länger) hinreißen und wieder einmal fällt mir auf, daß sich das nicht auszahlt. Ja, es ist um ein paar Meter kürzer. Dafür gibts hier praktisch keine Aussicht.

20240618_071636 
7:16 Uhr. Hütte der Brachalm

20240618_071633
Junge Kühe und Stiere schauen einen nur neugierig an, mehr passiert nicht. Eddie macht sich sicherheitshalber ganz klein. Der weiß, wer hier im Ernstfall den Kürzeren zieht.

20240618_071853
Wir schließen das Weidetor hinter uns und steigen in eine Scharte ab. Höhenunterschied ungefähr 50Hm

20240618_072216

20240618_072015

20240618_072242
Die Gemeindealpe genau vor uns.

20240618_072304
Waldorf & Statler

20240618_072417_2
Auch von der Senke aus bietet sich ein schöner Ausblick

20240618_072753
Rückblick zur Brachalm

20240618_072805
Blick zur Ötscher Südseite

20240618_072709
Nachdem wir ja zur Gemeindealpe wollen, müssen wir nach dem Abstieg natürlich auch wieder einmal hinauf.

20240618_072945
Am breiten Kamm angekommen, tauchen wir ins Blumenparadies ein.

20240618_072918

20240618_073550
Die Zeller Hüte sind zum Greifen nah und selbst der Hochschwab scheint nicht fern zu sein.

20240618_073324
Jetzt haben wir unser Ziel immer genau vor uns…

20240618_074606
… und eine paradiesische Bergwelt um uns herum.

20240618_073702
Wir nähern uns dem Endanstieg

20240618_075832

20240618_080007

20240618_075813

20240618_080320
Dieser Anblick ist immer ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber wir leben nun einmal nicht mehr in der Steinzeit. Nur die Grünen wollen wieder dorthin zurück. Ach so, ja. Das stimmt natürlich so nicht. Sie selber wollen natürlich nicht in die Steinzeit zurück. WIR, das Fußvolk, sollen in die Steinzeit zurück. Die wollen weiterhin leben wie die Maden im Speck!

20240618_080243
Dieser Anblick wird mir zumindest nie langweilig.

20240618_081024
Mir kommt es hier heroben immer ein wenig vor wie am Deck eines Flugzeugträger.

20240618_081033

20240618_081118
Der Lift wir dann auch bald eingeschaltet und schleppt die ersten “Wanderer” herauf.

20240618_081117

20240618_081123
Blick zum Erlaufsee

20240618_081229
Wir denken uns diesen neuzeitlichen Kram einfach weg und gehen zum Gipfel.

20240618_081548
8:15 Uhr. Gemeindealpe 1623m

20240618_081610
Blick zum Ötscher.

20240618_081635
Blick über Mitterbach

20240618_081644

20240618_082225

20240618_081749
Nach den Fotos halten wir Rast und essen eine Kleinigkeit, dann kommt eine Gruppe sportlicher Schülerinnen mit Sportlehrer herauf (39 Minuten, keine Ahnung, wo der Startpunkt war) und wir gehen wieder.

20240618_081753
Ein letzter Blick zum Gipfelkreuz, dann ab nach unten.

20240618_083517
Da hinten ist es nochmals zu sehen.

20240618_084021

20240618_084648
Am Rückmarsch haben wir natürlich die ganze Pracht der Berge immer vor uns.

20240618_084410

20240618_085224
Beim Jagdansitz kommt uns ein Wanderer nach, grüßt und entfleucht flott in Richtung Brachalm.

20240618_085302
Es wimmelt hier nur so von Trollblumen, nur sind die recht schwer zu fotografieren, weil sie das Sonnenlicht so stark reflektieren. Sonja spielt sich eine Weile und bring etwas zustande. Mit einem Telefon fotografiert!

20240618_090721
Jetzt müssen wir wieder durch die Senke …

20240618_090637
… und kurz darauf sind wir …

20240618_090937
… nachdem wir das Tor wieder hinter uns geschlossen haben …

20240618_091046
… beim Eisernen Herrgott in der Brach, der sich zumindest …

eiserner_herrgott_1880_1
… seit 1880 an dieser Stelle (damals mit 1463m Seehöhe) in österreichischen Kartenwerken findet. Hier die Karte von 1880, für jeden frei zugänglich vom Amt für Eich- und Vermessungswesen in Austrian Map

20240618_091059
Die Lage des Eisernen Herrgott in der Brach am Eck der Alm kurz vor der tiefer gelegenen Engstelle am Weg zur Gemeindealpe.

20240618_091102
Blick zurück zur Gemeindealpe

20240618_091106
Blick über die Brachalmhütte

20240618_091203
Blick auf’s Navi. Wir haben schon beim Aufstieg, schon lange vor der Brachalm, beschlossen, daß wir beim Rückweg noch zur Breimaurer gehen. Die würden wir natürlich auch ohne GPS finden. Was hätten wir den früher gemacht? Dieses Navigationssystem ist allerdings insofern hilfreich, weil wir hier, im oft unübersichtlichen Gelände, Abstecher zu interessanten Punkten machen können, ohne gleich den Leitfaden zu verlieren. (Außerdem zeichnet es unseren gegangenen Weg auf, was hinterher oft interessant ist) Wir haben nach dem Besuch der Breimauer nämlich noch eine Fleißaufgabe vor. In dieser Gegend gibt es einen zweiten Eisernen Herrgott, den ich vor über zwanzig Jahren schon einmal gefunden hatte. Den wollen wir heute wieder besuchen. Aber zuerst zur Breimauer.

20240618_091351
Hier stehen zwar die Kühe auf der Weide, Probleme gibt es jedoch keine. Mein Hund würde nie eine Kuh angehen. So blöd ist der nicht und diese Kühe haben offenbar noch keine schlechten Erfahrungen mit Hunden gemacht. Die ignorieren Eddie einfach.

20240618_091624
Es ist schön, einfach über die weiten Wiesen zu stapfen.

20240618_091918
Jagdhütte im nordwestlichsten Winkel der Brachalm

20240618_093339
Baum mit seltsamen Auswuchs.

20240618_093509

20240618_093853
Vor uns liegt ein kahlgeschlagener Mugel, der uns bekannt vorkommt. Gehen wir nachschauen.

20240618_093934
Der Kahlschlag fand schon vor Jahren statt, die Trümmer liegen noch immer herum wie Panzersperren.

20240618_094055
Ja, hier waren wir schon einmal.

20240618_094109

20240618_094125
Die Gemeindealpe ist schon wieder weit weg.

20240618_094251
Meiner Einschätzung nach (die auch komplett falsch sein kann) ist hier einmal was passiert. Vielleicht bei den Arbeiten zum Kahlschlag.

20240618_094216

20240618_094320
Ich hab das schon einmal, am 1. Jänner 2023, fotografiert, als das fehlende Holzstück noch dran war. Da steht drauf:
Franz Robert Höhe
1462m
In
ewiger
Erinnerung
F.P.
In ewiger Erinnerung lässt mich auf ein Unglück schließen.

20240618_094439
Diese “Franz Robert Höhe”, die in kartographischen Werken nicht existiert und auch keine amtlich vermessene Höhe zu haben scheint, bietet einen wunderschönen Ausblick in die Bergwelt.

20240618_094559
Aber nicht nur die weiter entfernte Bergwelt ist von hier aus schön zu sehen, sondern auch unser nächstes Ziel, die Breimauer. Links der Bäume ist im Hintergrund, wenn man genau schaut, ein grasiger Kamm zu erkennen. Der ist unser nächstes Ziel.

20240618_094721
Blick zum Dürrenstein

20240618_095431
Der kahle Hügel liegt schon wieder hinter uns.

20240618_095713
Eine Baumleiche, auf der Bäume wachsen.

20240618_095742
Blick in Richtung Ötschergräben

20240618_100236
Wir gehen zur Breimauer in Richtung Nordwesten, in der Nähe des Weidezaun, der hart am nördlichen Abbruch steht.

20240618_100354

20240618_100443

20240618_100357
Die Zeller Hüte hat man hier über weiter Strecken immer wieder im Blickfeld.

20240618_100400
Links der Hochstadl und dahinter der Hochschwab, rechts der Dürrenstein und nah vor uns die Breimauer.

20240618_100720
Was sehen meine trüben Augen? Da steht ja ein richtiges Gipfelkreuz!

20240618_100752
10:07 Uhr. Breimauer 1489m

20240618_100805
Nicht nur ein richtiges Kreuz (vorher stand da, wenn überhaupt etwas, ein provisorisches Kreuz aus Ästen), sondern auch ein Postkastl mit Gipfelbuch findet sich jetzt hier.

20240618_100842
Das ist alles recht lieb und gut, aber in einem irrt der Buchhinterleger. Breinmauer hat die Breimauer nie geheißen. In allen Karten des Amt für Eich- und Vermessungswesen von 1880 bis in die Gegenwart steht hier immer nur Breimauer (in den Karten von 1880 bis 1930 Breimäuer) und niemals Breinmauer.

20240618_101339

20240618_100850
Blick von der Breimauer entlang der Abbruchkante zur Gemeindealpe.

20240618_101837
10:18 Uhr. Wir halten uns aber auch hier nicht lange auf und wandern weiter, dem nächsten Ziel entgegen. Wie ich weiter oben schon einmal sagte, gibt es hier in diesem Gebiet noch einen weiteren “Eisernen Herrgott”, und zwar auf einem Hügel mit vermessenen 1409m. Ich war dort schon einmal, bin damals aber von einer anderen Seite gekommen, weil ich extra mit Karte danach gesucht hab. Heute, mit GPS, sollte das eine recht einfache Übung sein.

breimauer_herrgott_1_2
Oben die Breimauer, unten im roten Kreis unser nächstes Ziel. Warum das Kreuz ein “Eiserner Herrgott” sein soll, obwohl auf der Karte (neueste Version) nix davon steht, dazu später, wenn wir dort sind.

herrgott_track_1
Unser Track von der Breimauer zum Kreuz auf 1409m

20240618_102731
Unser Weg (der natürlich keiner ist) führt uns über weite, teils steinige Wiesen ein wenig bergauf und bergab und Dank Navi recht direkt, sofern es das Gelände zulässt, zum Ziel. Wenn man auf den Forststraßen oder markierten Wegen bleibt, weiß man nichts von dieser Wunderwelt abseits des Mainstream (Tschuldigung, aber das mußte jetzt sein). Es wimmelt in Wahrheit hier ja nur so von Höhlen, Dolinen und anderen seltsamen Gebilden.

20240618_103733
In der opentopomap ist da unten eine Eisdoline eingezeichnet. Schaut fast aus wie das Grünloch im Dürrensteingebiet.

eisdoline_1_2

20240618_103619
Dank Navi kann ich am Weg zum nächsten Ziel dem Gelände so folgen, daß wir so wenig Höhenmeter wie möglich verlieren und trotzdem keine Irrwege beschreiten. Das ist hier alles eine recht verwinkelte, wellige Landschaft, in der man leicht Um- oder Irrwege geht.

20240618_103820
Es ist aber auch Kuhlandschaft. Überall, wo du als Wanderer hingehst, waren auch schon die Kühe.

20240618_104201

20240618_104309

20240618_104611
Es schaut oft nicht ganz einfach aus

20240618_104632
Aber wir finden doch immer wieder einen gehbaren Weg.

20240618_104832

20240618_104637
So schaut das Gelände unmittelbar neben uns aus. Also alles andere als einfach. Das Navi und eine brauchbare Karte dazu sind eine riesige Hilfe und spart viel Zeit und Nerven.

20240618_105337
Laut Navi haben wir noch ein paar hundert Meter zum Ziel, und zwar recht genau in diese Richtung. Da wir ja schon öfters die Ungenauigkeiten von Karten in der Praxis demonstriert bekamen (wie sollte den auch jede Kleinigkeit auf Karten, egal ob digital oder Papier, dokumentiert sein? Das ist ja praktisch ein Ding der Unmöglichkeit!) und die Richtung stimmen würde, halten wir das Ding da vorne im Steinhaufen anfangs für ein Kreuz. “Das kann aber unmöglich das Kreuz sein, das wir suchen!” sag ich, weil das Gelände nicht dazu passt. Wenn es auch schon lange her ist, aber so gut kann ich mich schon noch erinnern.

20240618_105339
Schöner Ausblick zum Schwarzkogel, der wie eine Pyramide am Grenzkamm NÖ/ST steht.

20240618_110612
Aus der Nähe ist das Ding im Steinhaufen kein Kreuz, sondern ein Wegweiser.

20240618_110612
Und auf einem einzeln stehenden Baum ganz in der Nähe findet sich diese Plankette. Jetzt kenn ich mich überhaupt nicht mehr aus.

20240618_111121
Das Navi sagt jedenfalls, wir haben noch rund 300m bis zum Ziel und dazu müssen wir durch dieses Hindernis hindurch.

20240618_111417
Aber das hama gleich ….

20240618_111446
… und dann kann ich mir auch vorstellen, wo das Kreuz verborgen steht. Da drüben auf diesem bewaldeten Hügel muß es sein. Und, soweit ich das in Erinnerung hab, ist das ein recht felsdurchsetzter Hügel.

20240618_111448
Am Weg zu diesem Hügel fällt links von uns die Wiese steil nach unten ab und unten können wir die Schotterstraße erkennen, auf der wir zur Brachalm hoch stiegen. Jetzt wissen wir auch, von wo das Gebimmel her kam, daß wir da unten vernahmen. Da heroben stehen oder wandern ja auch vierbeinige Rindsviecher herum. Das kann man von da unten aus nicht wissen, weil man keine Ahnung hat, wie es hier heroben ausschaut.

20240618_111540
Aus den zahlreichen Steinen hier wurde ein lange Mauer gebaut, damit die Rindsviecher nicht ausbüchsen können.

20240618_111609
Schöner Blick zum Erlaufsee

20240618_111745
Beim Aufstieg zum Waldmugel läuft mir, noch in der Wiese, diese Kröte über den Weg. Ich will sie fotografieren, aber sie will weg und versteckt sich hier in einer kleinen Mulde. Nach diesem Foto lassen wir den Kleinen aber auch schon wieder in Ruhe. Könnte mir nicht im Traum einfallen, dem Kleinen was zu tun.

20240618_111942
Der Aufstieg durch den Wald ist eigentlich recht einfach, dann kommt mir vor, ich sehe Steigspuren.

20240618_111945
Viel Mugel scheint nicht mehr über uns zu sein und jetzt stoßen wir nicht nur auf Steigspuren, sondern auf ein kleines Viehtürl.

20240618_112029
Und durch das Viehtürl führt auch ein richtiger, ausgetretener Steig herauf.

20240618_112110

20240618_112114
Da ist es ja, das Kreuz, das wir suchen!

20240618_112215
11:22 Uhr. Eiserner Herrgott auf 1409m

20240618_112247
Nach gut zwanzig Jahren bin ich wieder da. Seltsames Gefühl.

20240618_112304
Es gibt hier sogar eine recht hübsche Aussicht.

20240618_112512
Waldorf & Statler einmal anders.

20240618_112710
“Mach ‘ne Pause, trink ‘ne Brause” hieß es früher einmal in einer Werbung. Wir machen jetzt ohne Brause Pause.

eiserner_herrgott_1960
Dieses Kreuz hier auf 1409m findet sich erstmals in den Karten von 1960 (oben) und wird als “Eiserner Herrgott” bezeichnet.

eiserner_herrgott_2010
Bis zu den Karten von 2010 (oben) bleibt die Bezeichnung erhalten, ab dann verschwindet sie wieder spurlos, nur das Kreuz und die Höhe sind weiterhin verzeichnet.

20240618_112839

20240618_113602
Wir steigen wieder auf die Wiese ab, von der wir gekommen sind und wandern dann zur Forststraße hinunter, die uns zur Brunnsteinalm bringt.

20240618_114320
11:43 Uhr. Zurück bei der Brunnsteinalm. Es ist noch nicht spät. Fast zu früh für eine Rückkehr zum Zellerain!

20240618_114305
Weit ist es nicht mehr bis zum Weidezaun, dann käme der Abstieg am selben Weg, auf dem wir gekommen sind. Vielleicht noch zweihundert Meter oder so.

20240618_115146
Auf der Weide, die von Jahr zu Jahr größer zu werden scheint, weiden die Kühe und rechts vor uns in einigen hundert Metern Entfernung findet sich der Fuß eines bewaldeten Mugel mit einer ausgewiesenen Höhe von 1407m. Das Dreieck in der Karte lässt auf einen Vermessungspunkt schließen, also, “gehen wir schauen?” Sonja schaut mich nur an und ich weiß Bescheid. Wir wollten ja schon einmal, vor zwei Jahren vielleicht, da rauf, ließen es dann aber sein. “Was soll schon da oben sein?” dachten wir. Heute war uns egal, was da oben ist. Wenn wir raufkommen und da ist nix, dann wissen wir ab dann, daß da nix ist. “Los, gehen wir!”

 20240618_115148
Vor uns der Fuß des Mugel

20240618_115702
Wir suchen uns eine nette Aufstiegsmöglichkeit und haben rasch den Verdacht, daß wir hier nicht die ersten sind, die diesen Mugel besteigen. Da sind Steigspuren! Da wird gegangen! Ergo, so schlussfolgere ich, ist da mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nix.

20240618_115735
Hinter uns ragt die Gemeindealpe prominent empor.

20240618_115739
Wird der Wald hier dichter oder lichter?

20240618_115849
11:58 Uhr. Oiiidaaa, des is krass! I believe, I spider.

20240618_115845
Von Westen, also von dort, wo der Höchbauer sein sollte, zieht ein gut ausgetretener Steig hier herauf und wendet sich nach da oben. Was ist dort?

20240618_115925
Sonja spielt sich wieder

20240618_115920

20240618_115927
11:59 Uhr. Gipfel …… von was eigentlich?

20240618_120001
Brunnsteinmauer 1336m. Alter Verwalter, da will uns schon wieder einer was vom Pferd erzählen!

20240618_120023
Großer Zeller Hut, Hochschwab, Schwarzkogel, Hochstadl und seine Trabanten, alles auf einen Blick. Das ist schön.

20240618_120203
Weiter in Richtung Süden kann man hier nicht. Zu verwachsen, zu steil.

20240618_120207
Blick zurück zum Gipfelkreuz, das, von mir aus gesehen, entlang der Abbruchkante genau in Richtung Norden liegt.

20240618_120232
Ich schau auf der Karte nach, was hier nicht stimmt. Irgendwas stimmt hier nicht. Der Name? Kann ich nicht sagen. Von einer Brunnsteinmauer hab ich noch nie gehört, aber die Brunnsteinalm liegt nordöstlich unter uns, also ist der Name plausibel. Gar nicht plausibel ist die Höhe von 1336m. Die ist nicht nur nicht plausibel, die ist falsch! Wir sind hier auf amtlich vermessenen 1407m Seehöhe.

20240618_120601
Es gibt hier auch ein (eigentlich zwei) Gipfelbuch. In diesem (das ich mir angeschaut hab, das Zweite hab ich nur kurz überflogen) Büchlein steht etwas von 1407m, ergo weiß zumindest der, der das schrieb, wovon er redet.

20240618_120552
Teufel auch. Am 12. Mai 2017 schrieb hier jemand, in Taschelbach sei gestern seit langer Zeit wieder einmal ein Kind geboren worden. Muß hier ein seltenes Ereignis sein.

20240618_121017
Ich hab mich daheim dann gefragt, was es mit dieser Höhe, vor allem mit dieser Brunnsteinmauer auf sich hat und bin dabei auf folgendes gestoßen.

brunnsteinmauer_1880
Karte von 1880 mit unserem GPS-Track. An diesem Punkt auf der Höhe 1407 (damals 1403) war tatsächlich eine Brunnstein-Mauer kartographiert.

brunnsteinmauer_1910
Auch 1910 war an der selben Stelle mit der selben Höhe eine Brunnstein-Mauer kartographisch verzeichnet.

brunnsteinmauer_1930
Noch 1930 betrug die Höhe an dieser Stelle 1403m und wurde als Brunnstein-Mauer bezeichnet.

brunnsteinmauer_1960x
1960 allerdings geschah ein Wunder. Die Höhe 1407 hatte keinen Namen mehr, dafür taucht etwa 600m weiter im Süden eine Höhe mit (angeblich) vermessenen 1336m auf, die den Namen Brunnsteinmauer trägt.

sbrunnsteinmauer_1980weg
In den Karten ab 1980 ist diese ominöse Brunnsteinmauer mit 1336m Höhe rund 600m südlich der Höhe 1407 wieder verschwunden und der Name Brunnsteinmauer taucht ab dann nie wieder auf. Ich frag mich nicht, wie das zustande kam. Irrtum? Wichtigtuerei im Amt? Ich hab keine Ahnung und es ist jetzt auch egal. Was ich mich allerdings frage ist, wie kommt einer, der hier ein Kreuz aufstellt und den Namen Brunnsteinmauer kennt, auf die Höhe von 1336m? Wie kommt der auf die Idee, auf der Höhe 1407, die in amtlichen Karten nachweislich seit zumindest 124 Jahren verzeichnet ist, ein Kreuz aufzustellen mit der Höhenangabe 1336, die es nur einmal, nämlich in den Karten von 1960, gegeben hat, aber 600m weiter südlich. Das der nur die Karten von 1960 kannte und vor Ort nicht wusste, daß er auf der Höhe 1407 steht, wäre recht komisch. Ich werde wohl nie wissen, wie das zustande kam.

20240618_121148
12:11 Uhr. Wir machen uns wieder auf die Socken und folgen nun dem steilen, aber schönen Steig, der in leicht südwestlicher Richtung nach unten führt. Lassen wir uns überraschen, wo der hinführt.

20240618_121406
Der Steig ist in einem hervorragendem Zustand, wird mit Sicherheit gut begangen und ist nicht übermäßig steil. Er führt in einer einmal breiteren, dann wieder schmäleren Schneise fast, so scheint es zumindest teilweise, schnurgerade hinunter.

20240618_122530

20240618_122740
Man quert im Abstieg zwei Forststraßen. Nach der zweiten folgt eine direkte Verbindung zu einer weiteren, die sich als die entpuppt, die man vom Aufstieg kurz vorm Höchbauer her kennt!

20240618_122808
Ich steh da schon auf der Straße kurz vorm Höchbauer, Sonja kommt nach.

20240618_123536

20240618_123719
Jetzt latschen wir nur mehr der Straße folgend einen Kilometer weit bis zum Zellerain

20240618_123929
Sonja findet immer was schönes.

20240618_124334

20240618_124648
12:46 Uhr. Nach sechsdreiviertel Stunden sind wir wieder am Ausgangspunt zurück. Es war lustig, es war lehrreich, es war schlicht und einfach schön. Ist kein Wunder. Mit Sonja ist alles schön. Dann füat Gott und bis später, irgendwann und irgendwo in den Weiten dieser schönen Welt.

Older Posts »

Powered by WordPress